Die Fluggesellschaft Swiss hat im ersten Halbjahr 2026 mehr Umsatz erzielt, aber weniger Gewinn erwirtschaftet. Höhere Kerosinpreise, zusätzliche Wartungskosten und steigende Betriebsausgaben belasteten das Ergebnis. Die Airline konnte den Rückgang dank einer starken Nachfrage und Effizienzmassnahmen begrenzen.
Höhere Treibstoffkosten belasten Ergebnis
Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss hat im ersten Halbjahr 2026 ein operatives Ergebnis (Adjusted Ebit) von 189,3 Millionen Franken erzielt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Rückgang von 3,0 Prozent. Damals hatte das Unternehmen ein operatives Ergebnis von 195,1 Millionen Franken ausgewiesen.
Gleichzeitig entwickelte sich der Umsatz positiv. Die operativen Erträge stiegen um 3,2 Prozent auf 2,77 Milliarden Franken. Der Gewinnrückgang ist vor allem auf deutlich höhere Treibstoffkosten zurückzuführen.
Nach Angaben der Airline stiegen die Kerosinpreise insbesondere seit dem Ausbruch des Irankriegs deutlich an. Allein im zweiten Quartal erhöhten sich die Treibstoffkosten um rund 50 Prozent.
Wartungskosten und Flottenprobleme als zusätzliche Belastung
Neben den höheren Energiepreisen wirkten sich auch steigende Wartungskosten negativ auf das Ergebnis aus. Besonders technische Herausforderungen bei Teilen der Kurzstreckenflotte führten zu zusätzlichen Aufwendungen.
Positive Entwicklungen gab es hingegen bei der Nachfrage. Vor allem die Premiumklassen auf Langstreckenflügen verzeichneten eine starke Auslastung. Auch höhere Durchschnittserlöse pro Passagier unterstützten das Ergebnis.
Zu Beginn des zweiten Quartals profitierte Swiss zudem von Kapazitätsanpassungen einzelner Fluggesellschaften aus der Golfregion. Dadurch erhöhte sich die Nachfrage auf bestimmten Asien-Verbindungen.
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Mehr Passagiere trotz weniger Flüge
Im ersten Halbjahr 2026 beförderte Swiss rund 8,5 Millionen Passagiere. Das entspricht einem leichten Wachstum von 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Gleichzeitig reduzierte die Airline die Zahl der Flüge um 4,1 Prozent auf etwas mehr als 67’400 Verbindungen. Der Sitzladefaktor verbesserte sich um 2,2 Prozentpunkte, was auf eine bessere Auslastung der Flugzeuge hindeutet.
Frühzeitig eingeleitete Spar- und Effizienzmassnahmen halfen dabei, die Auswirkungen der höheren Kosten abzufedern.
Swiss erwartet stabiles Angebot im Gesamtjahr
Für das gesamte Jahr 2026 rechnet Swiss mit einem stabilen Flugangebot. Dabei setzt die Airline unter anderem auf Wetlease-Partner sowie Anpassungen bei der Pilotenausbildung.
Das Management bezeichnet 2026 als Übergangsjahr. Ziel sei es, die operative Stabilität zu sichern und gleichzeitig die Voraussetzungen für die weitere Entwicklung der Fluggesellschaft zu schaffen.






