Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re hat im ersten Halbjahr 2026 den Gewinn deutlich gesteigert und die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der Konzern profitierte von weniger Grossschäden und einem stabilen Anlageergebnis. Gleichzeitig erhöht das Unternehmen sein Sparziel und blickt wegen der Hurrikansaison weiterhin vorsichtig auf die zweite Jahreshälfte.
Halbjahresgewinn steigt auf 2,8 Milliarden Dollar
Swiss Re hat in den ersten sechs Monaten 2026 einen Konzerngewinn von 2,8 Milliarden US-Dollar erzielt. Damit liegt das Ergebnis neun Prozent über dem Vorjahreswert.
Der Rückversicherer profitierte insbesondere von einer vergleichsweise geringen Belastung durch Grossschäden. Zusätzlich trug ein weiterhin solides Anlageergebnis in einem anspruchsvollen Marktumfeld zum Resultat bei.
Der Versicherungsumsatz der Gruppe entwickelte sich hingegen leicht rückläufig. Er sank auf 20,3 Milliarden Dollar, nachdem im Vorjahreszeitraum noch 20,9 Milliarden Dollar ausgewiesen worden waren.
Mit dem Halbjahresergebnis übertraf Swiss Re die Erwartungen der Analysten. Diese hatten den Konzerngewinn im Durchschnitt bei rund 2,72 Milliarden Dollar erwartet.
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Höheres Sparziel bis 2028
Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung zeigt sich Swiss Re zuversichtlich, die Jahresziele zu erreichen. Gleichzeitig will der Konzern seine Effizienzprogramme ausbauen.
Neu strebt Swiss Re bis 2028 eine Senkung der Betriebskosten um 500 Millionen Dollar an. Bisher war ein Sparziel von 300 Millionen Dollar bis 2027 vorgesehen.
Konzernchef Andreas Berger betonte, die Ergebnisse würden die Stärke des breit diversifizierten Geschäftsmodells zeigen. Die Kostensenkungen sollen die Wettbewerbsfähigkeit des Rückversicherers weiter stärken.
Sachgeschäft verbessert Schaden-Kosten-Satz
In der wichtigsten Sparte, der Sach- und Haftpflichtrückversicherung (P&C Re), konnte Swiss Re die Profitabilität weiter verbessern.
Der Schaden-Kosten-Satz lag im ersten Halbjahr 2026 bei 76,7 Prozent. Im Vorjahreszeitraum hatte dieser Wert noch 81,1 Prozent betragen.
Ein tieferer Schaden-Kosten-Satz bedeutet, dass ein grösserer Anteil der Prämieneinnahmen als Gewinn verbleibt. Die Entwicklung zeigt eine verbesserte operative Leistung im Kerngeschäft.
Auch das Lebensrückversicherungsgeschäft (L&H Re) entwickelte sich positiv. Dort erzielte Swiss Re in den ersten sechs Monaten einen Gewinn von 1,05 Milliarden Dollar. Im Vorjahr waren es 839 Millionen Dollar gewesen.
Jahresziel bleibt bei mindestens 4,5 Milliarden Dollar
Für das Gesamtjahr 2026 hält Swiss Re an seinem Gewinnziel fest. Der Konzern will mindestens 4,5 Milliarden Dollar verdienen.
Trotz der positiven Halbjahreszahlen bleibt das Unternehmen vorsichtig. Besonders die bevorstehende Hurrikansaison könnte die Bilanz im zweiten Halbjahr noch beeinflussen.
Naturkatastrophen gehören zu den grössten Risiken für Rückversicherer. Swiss Re beobachtet deshalb die Entwicklung der Sturmsaison weiterhin genau.
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschliesslich der Information und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung für Wertpapiere dar. Alle Angaben wurden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Trotz sorgfältiger Prüfung wird keine Gewähr für die Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität der Informationen übernommen. Anleger sollten ihre Investitionsentscheidungen auf Grundlage eigener Recherchen oder einer unabhängigen Finanzberatung treHen.






