Fruchtig, süss und bunt verpackt: Neue Nikotinprodukte wirken längst nicht mehr wie klassische Zigaretten.
Gerade Jugendliche greifen deshalb immer häufiger zu Vapes und anderen Produkten mit Aroma-Geschmack.
Zum Welttag ohne Tabak schlagen Gesundheitsorganisationen nun Alarm.
Neue Zahlen sorgen für Diskussionen
Die Erhebung „Gesundheit und Lifestyle“ zum Konsum von Tabak- und Nikotinprodukten in der Schweiz zeigt ein klares Bild: Viele Jugendliche nennen den Geschmack als Hauptgrund für den Konsum.
Besonders beliebt sind:
- fruchtige Aromen
- süsse Geschmacksrichtungen
- Produkte mit bonbonähnlichem Charakter
Kritiker sprechen deshalb zunehmend von einer „Candyfizierung“ der Nikotinprodukte.
Warum Fachleute Alarm schlagen
Organisationen aus dem Gesundheitsbereich werfen der Tabakindustrie vor, junge Menschen gezielt anzusprechen. Neue Produkte würden bewusst modern, farbig und geschmacklich attraktiv gestaltet.
Dabei gehe es laut Fachpersonen weniger um Schadensreduktion, sondern vielmehr darum, neue Konsumentinnen und Konsumenten früh an Nikotin zu gewöhnen.
Jugendliche steigen direkt mit Vapes ein
Während klassische Zigaretten bei Jugendlichen an Bedeutung verlieren, nehmen alternative Nikotinprodukte stark zu.
Viele junge Konsumierende beginnen heute direkt mit:
- Einweg-E-Zigaretten
- aromatisierten Vapes
- Nikotinbeuteln
Gesundheitsexperten befürchten, dass daraus langfristige Abhängigkeiten entstehen können.
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Politik unter Druck
Das Schweizer Parlament hat bereits einem Verbot von Einweg-E-Zigaretten zugestimmt. Bis zur Umsetzung könnte jedoch noch Zeit vergehen.
Gesundheitsorganisationen fordern deshalb schnellere Massnahmen:
- Verbot von süssen und fruchtigen Aromen
- höhere Steuern auf Nikotinprodukte
- strengeren Jugendschutz
Die Industrie weist Kritik zurück
Hersteller argumentieren dagegen häufig, alternative Produkte seien weniger schädlich als klassische Zigaretten und könnten Rauchenden beim Umstieg helfen.
Fachleute betonen jedoch, dass viele Langzeitfolgen neuer Produkte noch nicht vollständig erforscht seien.
Welttag ohne Tabak rückt Thema in den Fokus
Der 31. Mai gilt weltweit als Aktionstag gegen Tabakkonsum. Ziel ist es, auf gesundheitliche Risiken aufmerksam zu machen und insbesondere junge Menschen besser zu schützen.
Gerade bei neuen Nikotinprodukten sehen viele Fachpersonen dringenden Handlungsbedarf.
Die Diskussion um aromatisierte Nikotinprodukte wird in der Schweiz zunehmend politisch. Während die Industrie auf Alternativen setzt, warnen Gesundheitsorganisationen vor einem neuen Einstiegstor für Jugendliche.






