Foie gras gilt für viele als Delikatesse – doch dahinter steckt massives Tierleid.
Ausgerechnet vor Weihnachten steigt der Import in die Schweiz besonders stark.
VIER PFOTEN zieht jetzt die rote Linie: Ohne klare Wirkung soll ein Verbot kommen.
Warum Stopfleber so umstritten ist
Foie gras entsteht durch Zwangsfütterung von Enten oder Gänsen.
Die Tiere werden dabei über Wochen mehrmals täglich gefüttert, bis die Leber krankhaft verfettet und stark vergrössert ist.
Für Tierschützer ist klar:
Das Verfahren verursacht Schmerzen, Atemprobleme und Stress – und gilt als Tierquälerei.
Import in die Schweiz steigt – vor allem im Advent
Laut VIER PFOTEN nehmen die Stopfleberimporte gerade rund um Advent und Weihnachten stark zu.
Damit werde Tierleid aus dem Ausland indirekt in Kauf genommen, obwohl die Herstellung in der Schweiz selbst verboten ist.
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Initiative und Gegenvorschlag: Was jetzt auf dem Tisch liegt
Die Volksinitiative «Ja zum Importverbot für Stopfleber» will Stopfleberprodukte komplett aus dem Schweizer Handel verbannen.
Das Parlament hat einen indirekten Gegenvorschlag in die Vernehmlassung geschickt, die am 7. Dezember endete.
VIER PFOTEN hat dazu eine Stellungnahme eingereicht:
Der Ansatz wird begrüsst – aber nur mit klarer Wirkung
Die Organisation fordert:
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messbare und deutliche Reduktion der Importe
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transparente Kontrolle durch Monitoring
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jährliche Berichte, um die Wirksamkeit zu belegen
Policy Managerin Lauretta Eckhardt warnt vor „halbherzigen Lösungen“.

Was VIER PFOTEN ablehnt
VIER PFOTEN kritisiert vor allem Massnahmen, die das Problem nicht wirklich lösen:
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zeitlich begrenzte Importfenster
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Label- oder Herkunftsbeschränkungen
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Symbolpolitik ohne messbaren Effekt
Solche Schritte würden das Tierleid nicht reduzieren – im schlimmsten Fall sogar verschärfen.
Was die Organisation stattdessen fordert
Damit sich wirklich etwas verändert, braucht es laut VIER PFOTEN:
1. Aufklärung
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Informationskampagnen
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Transparente Hinweise für Konsumenten
2. Deutliche Kennzeichnung
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klare Deklarationspflicht im Handel und in Restaurants
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sichtbare Warnhinweise
3. Alternativen fördern
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tierfreundliche Foie-gras-Alternativen
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Anreize für Gastronomie und Detailhandel
Über VIER PFOTEN
VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichen Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler und Freunden in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Heim-, Nutz- und Wildtiere – wie Bären, Grosskatzen und Orang-Utans – aus nicht artgemässer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Kambodscha, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA und Vietnam sowie Schutzzentren für notleidende Tiere in elf Ländern sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen. In der Schweiz ist die Tierschutzstiftung ein Kooperationspartner vom Arosa Bärenland, dem ersten Bärenschutzzentrum, welches geretteten Bären aus schlechten Haltungsbedingungen ein artgemässes Zuhause gibt.










