Skyguide will im Rahmen ihrer laufenden Umstrukturierung rund 50 Mitarbeitende entlassen. Ursprünglich hatte die Flugsicherungsgesellschaft je nach betroffenen Funktionen mit bis zu 220 Kündigungen gerechnet. Nach dem Konsultationsverfahren mit Mitarbeitenden, Gewerkschaften und Personalkommissionen konnte die Zahl der betriebsbedingten Entlassungen deutlich reduziert werden.
Skyguide plant im Rahmen ihres Sparprogramms insgesamt den Abbau von 200 Stellen. Die dafür notwendigen Kündigungen sollen in zwei Etappen erfolgen.
Eine erste Welle betrifft 14 Mitarbeitende. In einer zweiten Phase sollen im Frühling 2027 voraussichtlich rund 35 weitere Kündigungen ausgesprochen werden. Damit liegt die Zahl der geplanten Kündigungen deutlich unter den ursprünglich möglichen bis zu 220 Entlassungen.
141 Vorschläge aus dem Konsultationsverfahren
Entscheidend für die Reduktion war das Konsultationsverfahren mit den Sozialpartnern. Mitarbeitende, Gewerkschaften und Personalkommissionen reichten insgesamt 141 Vorschläge ein, die Skyguide anschliessend prüfte.
Mehrere Massnahmen ermöglichen es dem Unternehmen, einen Teil des Stellenabbaus ohne betriebsbedingte Kündigungen umzusetzen. Dazu gehören unter anderem Frühpensionierungen, freiwillige Austritte, natürliche Fluktuation sowie interne Versetzungen.
Zusätzlich werden unbesetzte Stellen nicht neu besetzt. Auch externe Verträge und Mandate laufen teilweise aus. Für diejenigen Mitarbeitenden, die trotzdem von einer Kündigung betroffen sind, hat Skyguide einen Sozialplan ausgearbeitet.
Der Stellenabbau ist Teil einer umfassenderen Restrukturierung. Skyguide hatte angekündigt, insgesamt rund 200 Stellen abzubauen. Die Massnahmen sollen die Kosten des Unternehmens langfristig reduzieren.
Syndicom sieht Erfolg der Sozialpartnerschaft
Die Gewerkschaft Syndicom bewertet die deutliche Reduktion der Kündigungen als Erfolg. Sie führt diese insbesondere auf das gemeinsame Engagement mit der Personalvertretung und die Gespräche mit Skyguide zurück.
In den Verhandlungen seien konkrete Alternativen zu Kündigungen eingebracht und teilweise umgesetzt worden. Dazu gehörten insbesondere Frühpensionierungen und weitere Möglichkeiten, den Personalabbau sozialverträglicher zu gestalten.
Gleichzeitig warnt Syndicom vor den Folgen des Stellenabbaus für die verbleibenden Mitarbeitenden. Ein grosser Teil des Abbaus erfolge über die Nichtbesetzung bereits freier Stellen. Dadurch könne der Arbeitsdruck für das bestehende Personal steigen.
Die weitere Umsetzung der Restrukturierung soll schrittweise erfolgen. Nach den ersten 14 Kündigungen wird im Frühling 2027 mit einer zweiten Welle von rund 35 weiteren Kündigungen gerechnet.






