Drei Einbrüche in Waffengeschäfte – zwei Kantone, ein gemeinsamer Ermittlungsstrang.
Was zunächst wie Einzelfälle wirkte, entpuppt sich nun als koordinierte Serie.
Die Kantonspolizeien St.Gallen und Schwyz haben die Fälle gemeinsam aufgeklärt.
Zwei Männer stehen im Verdacht, mehrere Waffen entwendet zu haben.
Einbruchserie im Sommer und Herbst 2025
Zwischen Juli und September 2025 kam es in der Ostschweiz zu drei Einbrüchen in Waffengeschäfte.
Betroffen waren Standorte in:
- Wittenbach SG
- Gossau SG
- Rieden SZ
Vorgehen der Täterschaft
Die Täter gingen jeweils ähnlich vor:
- gewaltsames Eindringen in die Geschäftsräume
- gezielter Diebstahl von Waffen
- anschliessende Flucht
Die Ermittlungen zeigten später Verbindungen zwischen den Taten.
Die einzelnen Taten im Überblick
Wittenbach SG – erste Tat im Juli
In der Nacht vom 19. auf den 20. Juli 2025 wurde ein Waffengeschäft in Wittenbach angegriffen.
Gestohlen wurden:
- sieben antike Waffen
Der Täter konnte zunächst flüchten.
Gossau SG – zweite Tat nur Tage später
Am 21. Juli 2025 kam es zu einem weiteren Einbruch in Gossau.
Die Beute:
- 17 Pistolen
Auch hier gelang die Flucht.
Rieden SZ – dritte Tat im September
Am 30. September 2025 kam es zum letzten bekannten Einbruch.
Die Täter entwendeten:
- 25 Pistolen
- zwei Sturmgewehre
Doch diesmal endete die Flucht anders.
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Flucht endet im unwegsamen Gelände
Nach dem Einbruch in Rieden gerieten die beiden Männer in Schwierigkeiten.
Im unwegsamen Gelände verloren sie die Orientierung.
Die Situation eskalierte:
- Notruf durch die Täter selbst
- Bergung durch die Rega mit Seilwinde
- anschliessende Festnahme
Der Einsatz verlief komplex und anspruchsvoll.
Zwei Männer identifiziert
Im Rahmen der Ermittlungen konnten zwei Tatverdächtige identifiziert werden:
- ein 23-jähriger französischer Staatsbürger mit Wohnsitz in Frankreich
- ein 25-jähriger staatenloser Mann, ebenfalls in Frankreich wohnhaft
Der 25-Jährige ist bereits wegen ähnlicher Delikte rechtskräftig verurteilt und mit einem lebenslangen Landesverweis belegt.
Internationale Dimension der Ermittlungen
Die Untersuchungen ergaben Hinweise auf grenzüberschreitende Strukturen.
Nach bisherigen Erkenntnissen:
- Teile der Beute wurden nach Frankreich verbracht
- eine Pistole konnte dort sichergestellt werden
- mögliche Rekrutierung über soziale Medien
Die Ermittler gehen davon aus, dass die Täter teilweise angeleitet wurden.
Rolle möglicher Hintermänner
Ein zentraler Bestandteil der Ermittlungen betrifft noch unbekannte Hintermänner.
Die Behörden prüfen insbesondere:
- digitale Kommunikationswege
- internationale Verbindungen
- mögliche Auftraggeberstrukturen
Die Ermittlungen dauern an.
Weitere offene Fälle
Neben den drei aufgeklärten Einbrüchen werden zwei weitere Fälle im Kanton St.Gallen geprüft.
Seit Juli 2025 wurden jedoch keine neuen vergleichbaren Taten gemeldet.







