Die Kantonspolizei St. Gallen hat bei Kontrollen in der Region Werdenberg-Sarganserland mehrere Jugendliche mit unerlaubt schnellen E-Scootern und Mofas angehalten. In Oberbüren missachteten am Donnerstagabend zudem mehrere Jugendliche auf E-Scootern polizeiliche Haltezeichen und flüchteten. Vier 15-Jährige wurden später identifiziert, ihre Fahrzeuge sichergestellt.
Mehrere Verstösse bei Kontrollen festgestellt
Am Mittwoch, 30. September 2026, führte die Kantonspolizei St. Gallen in der Region Werdenberg-Sarganserland verschiedene Verkehrskontrollen durch. Dabei stellten die Einsatzkräfte sieben Verstösse von Jugendlichen gegen das Strassenverkehrsrecht fest. Mehrere E-Scooter und Mofas wiesen deutlich überhöhte Maximalgeschwindigkeiten auf.
In Sevelen wurde ein 14-Jähriger auf einem E-Scooter ohne Fahrberechtigung angehalten. Zudem kontrollierte die Polizei dort einen 13-Jährigen auf einem E-Scooter und einen 15-Jährigen auf einem Mofa. Die Fahrzeuge erreichten Höchstgeschwindigkeiten von 78 beziehungsweise 56 km/h und wurden sichergestellt.
Auch in Mels waren zwei Jugendliche im Alter von 13 und 14 Jahren ohne Fahrberechtigung auf E-Scootern unterwegs. Das kontrollierte Fahrzeug erreichte eine Geschwindigkeit von 37 km/h und wurde ebenfalls sichergestellt.
In Buchs hielt die Polizei zwei 14-Jährige an, die gemeinsam auf einem E-Scooter auf dem Trottoir fuhren. Der Fahrer verfügte über keine Fahrberechtigung. Ein weiterer 15-Jähriger wurde auf einem Mofa kontrolliert, das eine Höchstgeschwindigkeit von 52 km/h aufwies. Auch dieses Fahrzeug wurde sichergestellt.
In Sargans fiel ein E-Scooter eines 16-Jährigen wegen seines technisch schlechten Zustands auf. Am Vorderrad war das Gewebe sichtbar, am Hinterrad fehlten die Bremsen und die hintere Achse war gebrochen. Die Polizei untersagte die Weiterfahrt. Bei einem weiteren E-Scooter eines 13-Jährigen wurde eine Höchstgeschwindigkeit von 29 km/h festgestellt.
Jugendliche entziehen sich Polizeikontrolle in Oberbüren
Am Donnerstagabend, 1. Oktober 2026, kurz vor 21.15 Uhr, bemerkte eine Patrouille der Kantonspolizei St. Gallen im Bereich Industrie Haslen in Oberbüren zwei Jugendliche auf E-Scootern, die in Richtung Sonnentalstrasse unterwegs waren. Aufgrund ihrer Fahrweise und der erhöhten Geschwindigkeit wollte die Polizei die beiden kontrollieren.
Die Jugendlichen missachteten jedoch sämtliche Haltezeichen, darunter auch das eingeschaltete Blaulicht, und flüchteten. Die Patrouille verlor zunächst den Sichtkontakt. Kurz darauf entdeckte eine weitere Patrouille in der Nähe mehrere E-Scooter-Fahrer, darunter die beiden zuvor geflüchteten Jugendlichen. Auch bei diesem Versuch missachteten die Fahrer die polizeilichen Haltezeichen und entzogen sich der Kontrolle.
Vier 15-Jährige identifiziert
Im Rahmen der anschliessenden Ermittlungen konnte die Polizei vier Jugendliche identifizieren und an ihren jeweiligen Wohnorten antreffen. Bei allen handelt es sich um 15-Jährige. Teilweise waren die Jugendlichen während der Fahrten vermummt.
Nach bisherigen Erkenntnissen wird davon ausgegangen, dass die vier E-Scooter nicht für den öffentlichen Strassenverkehr in der Schweiz zugelassen waren und deshalb auch über keinen Versicherungsschutz verfügten. Zudem dürften ihre Maximalgeschwindigkeiten deutlich über dem gesetzlich vorgeschriebenen Wert von 20 km/h liegen. Die Polizei stellte alle vier Fahrzeuge sicher.
Die Kantonspolizei St. Gallen führt unter der Leitung der Jugendanwaltschaft des Kantons St. Gallen weitere Abklärungen durch.






