Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat im ersten Halbjahr 2026 einen Gewinn von 25,2 Milliarden Franken erzielt. Vor allem die Entwicklung der Fremdwährungsanlagen trug zum positiven Ergebnis bei. Die Nationalbank warnt jedoch davor, daraus bereits Erwartungen für das Gesamtjahr abzuleiten.
Nach einem milliardenschweren Verlust im Vorjahr hat die Schweizerische Nationalbank im ersten Halbjahr 2026 wieder deutlich schwarze Zahlen geschrieben. Der Zwischenbericht weist einen Gewinn von 25,2 Milliarden Franken aus.
Verantwortlich für die Verbesserung waren vor allem die internationalen Anlagen der SNB. Steigende Aktienmärkte und positive Wechselkurseffekte sorgten bei den Fremdwährungspositionen für hohe Erträge.
Fremdwährungsanlagen bringen Milliarden
Den grössten Beitrag zum Ergebnis lieferten die Fremdwährungsanlagen. Hier erzielte die Nationalbank einen Gewinn von 31,7 Milliarden Franken.
Besonders stark wirkten sich Kursgewinne auf Beteiligungspapieren und anderen Finanzinstrumenten aus. Diese beliefen sich auf 22,9 Milliarden Franken. Zusätzlich entstanden positive Wechselkurseffekte von 2,5 Milliarden Franken.
Weitere 8,4 Milliarden Franken stammten aus Zins- und Dividendenerträgen der Anlagen.
Goldpreis belastet Ergebnis
Das Ergebnis wurde gleichzeitig durch die Entwicklung des Goldpreises gedämpft. Trotz unveränderter Goldbestände entstand ein Bewertungsverlust von 6,4 Milliarden Franken.
Der Preis für ein Kilogramm Gold sank im ersten Halbjahr von 110’919 Franken auf 104’812 Franken.
Auf den Frankenpositionen erzielte die SNB hingegen einen kleinen Gewinn von 81,8 Millionen Franken. Dieser resultierte hauptsächlich aus der Verzinsung von Sichtguthaben sowie aus geldpolitischen Operationen zur Abschöpfung von Liquidität.
🚨 Breaking News direkt aufs Smartphone
Verpasse keine Eilmeldung mehr – jetzt den imTicker WhatsApp-Kanal abonnieren:
👉 imTicker auf WhatsApp abonnieren
Deutliche Erholung gegenüber Vorjahr
Die aktuelle Entwicklung steht im starken Gegensatz zum ersten Halbjahr 2025. Damals hatte die SNB einen Verlust von 15,3 Milliarden Franken ausgewiesen.
Während im Vorjahr insbesondere Wechselkursverluste belasteten, profitierte die Nationalbank 2026 von einer besseren Entwicklung an den Finanzmärkten. Die Fremdwährungsanlagen erwiesen sich erneut als entscheidender Faktor für das Ergebnis.
Die Bilanzsumme der SNB stieg per Ende Juni 2026 auf 913,6 Milliarden Franken. Ende 2025 hatte sie noch 893,9 Milliarden Franken betragen. Die Devisenanlagen erhöhten sich auf 786,1 Milliarden Franken.
SNB bleibt vorsichtig bei Jahresprognose
Trotz des hohen Halbjahresgewinns gibt sich die Nationalbank zurückhaltend. Das Ergebnis hängt stark von der Entwicklung der Goldpreise, Wechselkurse und internationalen Kapitalmärkte ab.
Die SNB betont deshalb, dass starke Schwankungen bei den Jahresresultaten üblich seien. Eine Prognose für das Gesamtjahr sei nicht möglich.
Auch mögliche Ausschüttungen an Bund und Kantone bleiben offen. Entscheidend dafür ist die Zuweisung an die Rückstellungen für Währungsreserven, die wie üblich erst am Jahresende festgelegt wird.
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschliesslich der Information und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung für Wertpapiere dar. Alle Angaben wurden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Trotz sorgfältiger Prüfung wird keine Gewähr für die Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität der Informationen übernommen. Anleger sollten ihre Investitionsentscheidungen auf Grundlage eigener Recherchen oder einer unabhängigen Finanzberatung treHen.






