Der Bauzulieferer Sika bekräftigt vor dem Investorentag seine mittelfristige Strategie und setzt mit dem Programm „Fast Forward“ auf digitale Transformation, höhere Effizienz und deutliche Kosteneinsparungen ab 2026.
Der Schweizer Bauchemiekonzern Sika hat im Vorfeld eines Investorentags seine Wachstums- und Effizienzziele bis 2028 bestätigt. Das Unternehmen sieht sich in einer Phase des Umbruchs: Prozesse werden zunehmend digitalisiert, Produktionsketten automatisiert, und Lösungen rund um Elektrifizierung und moderne Baustoffsysteme ausgebaut. Sika spricht davon, optimal positioniert zu sein, um von diesen globalen strukturellen Trends zu profitieren.
Strategie bis 2028: Fokus auf Effizienz und Marktchancen
Sika richtet die Organisation klar an den attraktivsten Marktchancen aus. Dazu gehören:
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nachhaltige und energieeffiziente Bau- und Sanierungslösungen
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Infrastrukturausbau in Wachstumsmärkten
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Systeme für Elektromobilität und industrielle Anwendungen
Die bis 2028 gültige Strategie zielt darauf ab, profitables Wachstum mit klaren Effizienzzielen zu verbinden. Die operative Struktur soll schlanker, digitaler und skalierbarer werden.
„Fast Forward“: 120–150 Millionen Franken für Transformation
Das Kernstück ist das Investitions- und Effizienzprogramm „Fast Forward“:
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Investitionsvolumen: 120–150 Mio. CHF
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Zweck: digitale Transformation, Prozessautomatisierung, Optimierung der Abläufe
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Zeithorizont: Programmphase bis 2028
Konkret plant Sika damit:
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IT- und ERP-Systeme zu modernisieren
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Produktions- und Logistikabläufe digital zu steuern
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Standardprozesse zu harmonisieren und zentralisieren
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Synergien aus früheren Akquisitionen effizienter zu nutzen
Einsparziele: 150–200 Millionen CHF pro Jahr ab 2028
Aus dem Programm erwartet Sika signifikante Einsparungen:
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Ab 2028: 150–200 Mio. CHF jährlich
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Bereits 2026: etwa 80 Mio. CHF Einsparungen geplant
Diese Einsparungen sollen aus verschlankten Strukturen, effizienteren Werken, optimierten Beschaffungsprozessen und der Nutzung digitaler Tools resultieren – ein klarer Beitrag zur Verbesserung der Profitabilität.
Digitalisierung und Elektrifizierung als Wachstumstreiber
Sika betont die Chancen durch den Strukturwandel in Bau und Industrie:
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Digitalisierte Prozesse: präzisere Planung, schnellere Angebote, bessere Steuerung
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Elektrifizierung: Lösungen für E-Mobilität, Ladeinfrastruktur, Industrieanwendungen
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Nachhaltigkeit: Produkte zur CO₂-Reduktion und längerer Lebensdauer von Bauwerken
Sika sieht sich damit in einer günstigen Ausgangsposition, um Marktanteile zu sichern und in Schlüsselsegmenten weiter zu wachsen.
Einordnung: Signal an Anleger und Markt
Mit der Bestätigung der Strategie und den konkreten Einsparzielen sendet Sika ein Beruhigungssignal an Investoren:
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Planbare Einsparungen
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Klare Strukturziele
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Fokus auf langfristige Megatrends
Besonders für den Kapitalmarkt sind die Einsparziele ab 2026 und 2028 relevant, da sie die Margen stützen könnten, selbst bei konjunktureller Abschwächung.










