Die SBB verlängert den Vertrag mit Siemens Mobility Schweiz für die technische Betreuung des Bahnleitsystems Iltis. Der maximale Kostenrahmen beträgt 280 Millionen Franken. Das über 30 Jahre alte System bleibt bis zur schrittweisen Ablösung durch eine neue digitale Lösung im Einsatz.
Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) setzen weiterhin auf Siemens Mobility Schweiz für den Betrieb und die technische Unterstützung des Bahnleitsystems Iltis. Der entsprechende Auftrag wurde am Mittwoch auf der öffentlichen Beschaffungsplattform Simap veröffentlicht.
Der maximale Vertragswert beträgt bis zu 280 Millionen Franken. Die tatsächlichen Kosten hängen vom weiteren Betrieb des Systems und dem Zeitpunkt der Ablösung ab.
Siemens bleibt wegen Systemkenntnissen an Bord
Ein Anbieterwechsel sei laut SBB nicht möglich, da Siemens das Leitsystem Iltis entwickelt habe und über die notwendigen Rechte sowie das technische Fachwissen verfüge. Nur der Hersteller könne den sicheren Weiterbetrieb des Systems gewährleisten.
Die Arbeiten werden am Standort Wallisellen durchgeführt. Damit bleibe die gesamte Wertschöpfung dieses Auftrags in der Schweiz.
Das Leitsystem Iltis ist seit mehr als 30 Jahren Bestandteil der Schweizer Bahninfrastruktur. Es unterstützt die Steuerung und Überwachung des Bahnverkehrs und ist ein wichtiger Bestandteil für den täglichen Betrieb auf dem SBB-Netz.
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Neue digitale Bahnleittechnik geplant
Parallel zur Weiterführung von Iltis arbeitet die SBB an einer neuen Generation der Bahnleittechnik. Das neue digitale System soll ab 2027 ausgeschrieben werden.
Die Einführung ist ab den frühen 2030er-Jahren vorgesehen. Die neue Lösung soll künftig mit digitalen Stellwerken und modernen Fahrplansystemen vernetzt werden.
Damit will die SBB langfristig einen stabileren Bahnbetrieb ermöglichen und die Kapazität des bestehenden Schienennetzes besser nutzen. Ziel ist es, mehr Zugverkehr auf der vorhandenen Infrastruktur zu ermöglichen.
Ablösung von Iltis bis Anfang der 2040er-Jahre
Nach aktuellem Zeitplan soll das bestehende System Iltis bis Anfang der 2040er-Jahre vollständig ersetzt werden. Der maximale Kostenrahmen des aktuellen Vertrags läuft spätestens bis 2045.
Die SBB geht deshalb davon aus, dass die gesamte Summe von 280 Millionen Franken voraussichtlich nicht vollständig ausgeschöpft wird.
Mit der Übergangslösung will die Bahn sicherstellen, dass der Betrieb während der Entwicklung und Einführung der neuen digitalen Leittechnik stabil bleibt.






