Kriminalität leicht rückläufig – Verkehrsunfälle nehmen zu
Die Kantonspolizei Uri zieht in ihrem Jahresbericht 2025 eine gemischte Bilanz. Während die Gesamtkriminalität leicht zurückging, stiegen insbesondere digitale Straftaten deutlich an. Auch im Strassenverkehr gab es mehr Unfälle als im Vorjahr.
Polizei Uri mit rund 177 Mitarbeitenden im Dauereinsatz
Die Kantonspolizei Uri beschäftigt rund 177 Mitarbeitende und ist das ganze Jahr über im Einsatz.
Sicherheitsdirektorin Céline Huber betont die Bedeutung der Organisation:
Die Sicherheit im Kanton Uri sei das Ergebnis einer verantwortungsvollen und kontinuierlichen Arbeit aller Beteiligten.
Der Fokus liege auf Prävention, Unterstützung der Bevölkerung und der Gewährleistung von Ordnung und Stabilität.
Neue Fachstellen für Bedrohungsmanagement und häusliche Gewalt
Ein Schwerpunkt des Jahresberichts ist die Einführung neuer Spezialeinheiten:
- Fachstelle Kantonales Bedrohungsmanagement
- Fachstelle Häusliche Gewalt
Diese sollen Risiken frühzeitig erkennen und Eskalationen verhindern. Laut Polizeikommandant Thorsten Imhof steht die moderne Polizeiarbeit zunehmend im Zeichen von Prävention und Früherkennung.
Kriminalstatistik: Insgesamt leicht rückläufig
Die Kriminalität im Kanton Uri bewegt sich weiterhin auf tiefem Niveau.
Zentrale Kennzahlen:
- Insgesamt: 1’117 Straftaten
- Leichte Zunahme bei Straftaten gegen das Strafgesetzbuch
- Betäubungsmitteldelikte: –4 %
- Ausländer- und Integrationsgesetz: –11 %
- Digitale Kriminalität: +22 %
Besonders auffällig ist der starke Anstieg im Bereich der Cyberkriminalität.
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Verkehr: Mehr Unfälle und zwei Todesopfer
Im Strassenverkehr verzeichnete Uri eine leichte Verschlechterung:
- 311 Verkehrsunfälle (Vorjahr: 300)
- 2 Todesopfer
- 46 Schwerverletzte
- 112 Leichtverletzte
Die häufigsten Unfallursachen waren:
- Unaufmerksamkeit und Ablenkung
- Nicht angepasste Geschwindigkeit
Die Schadenssumme sank dennoch auf rund 3,69 Millionen Franken.
Schwerverkehr: Zehntausende Kontrollen
Die Polizei kontrollierte den Schwerverkehr intensiv:
- 88’580 Kontrollstunden
- 17’411 kontrollierte Schwerfahrzeuge
- Davon 12’055 ohne Beanstandung
- 5’749 Anzeigen und 659 Ordnungsbussen
Zusätzlich wurden über 9’200 Verkehrsregelverstösse festgestellt.
Auffällig sind laut Polizei neue Problemfelder:
- Manipulation von Fahrzeugsystemen
- Erhöhte Emissionswerte
- Technische Umgehungen bei Fahrzeugen
Der Kanton Uri bleibt insgesamt ein sicherer Kanton mit stabiler Entwicklung.
Gleichzeitig zeigen insbesondere die Zunahme digitaler Kriminalität und die steigenden Verkehrsunfälle, dass sich die Herausforderungen für die Polizei zunehmend verändern.






