Lichterglanz, Glühwein – und leider auch Langfinger:
Die Adventszeit bringt volle Innenstädte, überfüllte Züge und dichte Menschenmengen.
Das nutzen Taschendiebe gezielt aus.
Mit ein paar einfachen Tricks können Sie sich schützen.
Taschendiebe: Vorsicht im Gedränge
Beliebte Tatorte
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Weihnachtsmärkte
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Einkaufszentren
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Bahnhöfe und Züge
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Grosse Veranstaltungen
Menschenmengen bieten Taschendieben ideale Bedingungen, um in Sekunden zuzuschlagen.
Schon eine kurze Ablenkung reicht – und das Portemonnaie ist weg.
Aktuelle Zahlen zeigen: Die Gefahr bleibt hoch
Gemäss der Polizeilichen Kriminalstatistik 2024 wurden in Deutschland 107’720 Taschendiebstähle angezeigt – nur leicht weniger als im Vorjahr (2023: 109’314 Fälle).
Der Gesamtschaden: rund 52,4 Millionen Euro
Die Aufklärungsquote: nur 6,9 Prozent
Oft bemerken die Opfer den Diebstahl erst Minuten oder Stunden später – dann sind die Täter längst über alle Berge.
Wer hinter den Diebstählen steckt
Nach Angaben der Polizei handelt es sich häufig um professionelle, international agierende Tätergruppen, die in ganz Europa aktiv sind.
Sie nutzen gezielt Gedränge in
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öffentlichen Verkehrsmitteln (besonders zur Rushhour)
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Einkaufsstrassen vor Ladenschluss
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grossen Events oder Schlussverkäufen
Im Jahr 2024 wurden 5’666 Tatverdächtige registriert – 75 Prozent über 21 Jahre alt, 14 Prozent unter 18.
So schützen Sie Ihre Wertsachen
Umgang mit Bargeld und Karten
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Nur so viel Bargeld mitnehmen, wie nötig.
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Niemals EC-Karte und PIN zusammen aufbewahren.
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Geld nie offen zeigen.
Sichere Aufbewahrung unterwegs
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Taschen immer geschlossen und nah am Körper tragen.
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Rucksäcke im Gedränge vor dem Körper tragen.
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Wertsachen in verschlossenen Innentaschen aufbewahren.
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Keine Jacken mit Wertsachen über Stuhllehnen hängen.
Vorsicht bei Ablenkung
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Drängeleien oder „zufällige“ Rempler können Tricks sein.
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Bei Geldautomaten: PIN verdecken, Abstand halten, Gespräche vermeiden.
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Auffällige Geräte oder Personen sofort der Polizei melden.
Was Taschendiebstahl kostet
Neben dem Schock kommen auch die Kosten:
Neue Ausweise, Kreditkarten oder Handys müssen ersetzt werden – Versicherungen zahlen meist nicht.
Die Bundespolizei empfiehlt, persönliche Angaben und Gerätenummern im „Datenpass“ zu dokumentieren, um eine schnelle Sperrung und Fahndung zu ermöglichen.
Die schönste Zeit des Jahres ist auch die aktivste Zeit für Taschendiebe.
Bleiben Sie wachsam – und geniessen Sie die Adventszeit sicher.










