Diplomatie in Bewegung, Krieg eskaliert weiter
Während im Osten der Ukraine Drohnen gezielt auf Zivilisten angesetzt werden, kündigt Präsident Wolodymyr Selenskyj einen diplomatischen Schritt mit möglicher Tragweite an.
Der ukrainische Staatschef erklärte, er werde US-Präsident Donald Trump in Kürze persönlich treffen, um die Bemühungen zur Beendigung des Krieges voranzutreiben.
Treffen in Mar-a-Lago steht bevor
„Wir haben uns auf ein hochrangiges Treffen mit Präsident Trump in naher Zukunft geeinigt. Vieles kann noch vor dem Jahreswechsel entschieden werden“, schrieb Selenskyj auf seinem Telegram-Kanal. Auch der ukrainische Verteidigungsminister Rustem Umerov bestätigte regelmässige Kontakte mit der amerikanischen Seite.
Laut dem US-Portal Axios soll das Treffen bereits am Sonntag in Mar-a-Lago stattfinden. Der Journalist Barak Ravid berief sich dabei auf einen hochrangigen ukrainischen Beamten, wonach das Gespräch auf „bedeutende Fortschritte in den Verhandlungen über Trumps Friedensplan“ hindeute.
Quelle: ansa.it
Drohnen jagen Zivilisten im Osten der Ukraine
Parallel zur diplomatischen Annäherung verschärft sich die Lage an der Front. In der ostukrainischen Stadt Kostjantyniwka im Bezirk Kramatorsk wurde ein Mann durch einen russischen Drohnenangriff getötet, zwei weitere Menschen verletzt.
Nach Angaben der Militärverwaltung setzte Russland Drohnen gezielt ein, um Zivilisten und Evakuierungshelfer zu jagen. Auch ein Fahrzeug der „Kramatorsker Freiwilligenvereinigung“, die täglich Bewohner aus Risikogebieten evakuiert, wurde beschossen. Die Behörden warnen: In der Region gebe es keine sicheren Orte mehr.
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Angriffe auf Infrastruktur und massive Drohnenwellen
Auch in der Westukraine spitzt sich die Lage zu. In der Region Wolhynien griffen russische Streitkräfte kritische Infrastruktur an. Gleichzeitig wurden in mehreren südlichen Regionen Luftalarme wegen Kalibr-Marschflugkörpern ausgelöst.
Die ukrainische Luftwaffe meldete, in der Nacht 73 russische Drohnen sowie eine Iskander-M-Rakete abgeschossen oder neutralisiert zu haben. Insgesamt seien mindestens 99 Drohnen gestartet worden, 26 hätten 16 Ziele getroffen.
Am Weihnachtstag kamen bei russischen Angriffen in den Regionen Donezk, Saporischschja und Cherson mindestens drei Menschen ums Leben, 13 weitere wurden verletzt.
Nach dem Krieg: Europäische Truppen in der Ukraine?
Brisant ist auch eine Aussage aus Kiew zur Zeit nach dem Krieg. Präsidentenberater Mychajlo Podoljak erklärte, dass Deutschland, Grossbritannien, Frankreich und die Türkei grundsätzlich bereit seien, nach Kriegsende Truppen in die Ukraine zu entsenden.
Diese Präsenz solle der Abschreckung Russlands dienen. Die Ukraine wolle diese Last nicht allein tragen. Noch offen sei jedoch die Frage der Finanzierung und der Einbindung weiterer Partner.










