Selena Gomez ist zusammen mit ihrer Mutter Mandy Teefey und der Mitgründerin Daniella Pierson von fünf Investoren des Mental-Health-Startups Wondermind verklagt worden. Die Kläger werfen den drei Gründerinnen Betrug und Vertragsbruch vor. Sie fordern unter anderem die Rückzahlung ihrer Investitionen, Schadensersatz und die Erstattung von Anwaltskosten.
Investoren werfen Gründerinnen Täuschung vor
Wondermind wurde 2021 von Selena Gomez, ihrer Mutter Mandy Teefey und Daniella Pierson gegründet. Die Plattform soll Menschen mit Angeboten und Inhalten dabei unterstützen, ihr mentales Wohlbefinden im Alltag zu fördern.
Gomez wurde innerhalb des Unternehmens als Mitgründerin, Chief Impact Officer und Marketingleiterin geführt. Nach Angaben der Investoren habe ihre Bekanntheit eine wichtige Rolle bei der Entscheidung gespielt, in das Unternehmen zu investieren.
Laut ANSA werfen die fünf Kläger den Gründerinnen vor, sie über die Wachstumsaussichten von Wondermind und insbesondere über Gomez‘ persönliches Engagement für das Unternehmen getäuscht zu haben. Die Investoren geben an, im Jahr 2022 insgesamt 1,2 Millionen US-Dollar investiert zu haben.
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Streit um Unternehmensbewertung und angekündigte Projekte
In der Klage wird demnach behauptet, Wondermind sei 2022 mit einem Wert von rund 95 Millionen US-Dollar angegeben worden. Die Investoren seien davon ausgegangen, dass Gomez ihre grosse Reichweite in den sozialen Medien nutzen werde, um das Unternehmen weiterzuentwickeln.
Darüber hinaus sollen den Klägern mögliche Partnerschaften mit grossen Unternehmen, Werbevereinbarungen, Medienprojekte mit prominenten Persönlichkeiten sowie die Entwicklung einer neuen App präsentiert worden sein. Nach Darstellung der Investoren seien diese Vorhaben jedoch nicht umgesetzt worden.
Die Kläger behaupten zudem, dass ihnen über einen längeren Zeitraum keine ausreichenden Informationen über die tatsächliche Situation des Unternehmens gegeben worden seien. In der Klage wird der Vorwurf erhoben, Wondermind sei zunehmend in Schwierigkeiten geraten, ohne dass die Investoren darüber angemessen informiert worden seien.
Kläger fordern Rückzahlung und Schadensersatz
Die fünf Investoren verlangen die Rückerstattung ihrer Investitionen. Zusätzlich fordern sie Schadensersatz sowie die Übernahme ihrer Anwaltskosten.
Die Kläger erklären laut Klage, erst durch einen im vergangenen Jahr veröffentlichten Bericht von The Cut auf die internen Probleme bei Wondermind aufmerksam geworden zu sein. Darin seien unter anderem Konflikte innerhalb der Unternehmensführung beschrieben worden.
Die Vorwürfe sind Gegenstand eines laufenden Rechtsstreits. Eine Klage enthält zunächst die Darstellung der Kläger und stellt keinen Beweis für die darin erhobenen Anschuldigungen dar. Ob und in welchem Umfang die Vorwürfe gegen Selena Gomez, Mandy Teefey und Daniella Pierson zutreffen, muss im weiteren Verfahren geklärt werden.






