Reorganisation nach Nachfragerückgang und Homeoffice-Trend
Der führende Automatenbetreiber Selecta baut in der Schweiz bis zu 60 Stellen ab. Der Stellenabbau erfolgt im Rahmen einer umfassenden Restrukturierung des Geschäftsbereichs Foodservice, die bis Februar 2026 abgeschlossen sein soll. Betroffen sind vor allem Mitarbeitende am Hauptsitz in Kirchberg (BE).
Wie Selecta-CEO Beat Welti gegenüber Blick bestätigte, betrifft die Reorganisation rund 40 Vollzeitstellen, während gleichzeitig Neueinstellungen in anderen Bereichen vorgesehen sind, um effizientere Strukturen zu schaffen. Ziel sei es, das Unternehmen langfristig widerstandsfähiger und kundenorientierter aufzustellen.
Ursache: Pandemie und Homeoffice-Verhalten
Die Transformation ist eine Reaktion auf den pandemiebedingten Nachfragerückgang und den anhaltenden Trend zum Homeoffice, der den Bedarf an Kaffee- und Snackautomaten in Büros spürbar reduziert hat.
Durch die Neuausrichtung sollen Synergien besser genutzt und das Kerngeschäft im Automatenservice gestärkt werden. Die verbleibenden Mitarbeitenden werden künftig für die Verwaltung von Snack- und Kaffeemaschinen, darunter auch Starbucks-Automaten, verantwortlich sein.
Über 6’000 Mitarbeitende europaweit
In der Schweiz beschäftigt Selecta derzeit rund 690 Mitarbeitende, darunter auch am Tessiner Standort Torricella-Taverne. Weltweit zählt die Unternehmensgruppe über 6’000 Beschäftigte in 16 Ländern.
Wie rsi.ch berichtet, verfolgt Selecta mit der Reorganisation das Ziel, die Kostenstruktur zu optimieren und technologische Innovationen im Bereich Selfservice-Angebote schneller umzusetzen.
Mit der aktuellen Restrukturierung reagiert Selecta auf tiefgreifende Veränderungen im Konsumverhalten und in der Arbeitswelt. Das Unternehmen bleibt trotz Stellenabbau einer der wichtigsten Anbieter von Verpflegungsautomaten und Kaffeeservice-Lösungen in Europa.










