Die Schweizer Tech-Industrie wächst zwar leicht – doch die Stimmung ist angespannt.
Handelskonflikte, Zölle und geopolitische Spannungen sorgen für grosse Unsicherheit.
Besonders kritisch sieht die Branche die Entwicklung in den wichtigsten Exportmärkten.
Zwischen Boom und Unsicherheit
Die Elektrotechnik erlebt aktuell eine starke Nachfrage, vor allem dank Investitionen in künstliche Intelligenz und neue Datenzentren.
Gleichzeitig bleibt die Gesamtlage fragil, wie Martin Hirzel, Präsident von Swissmem, betont.
Er beschreibt die Situation als «gemischt» – mit klaren Gewinnern und grossen Risiken.
Zölle als Belastungsfaktor
Ein zentrales Thema sind die US-Zölle, deren Zukunft unklar ist. Zwar konnten Unternehmen bisher mit rund 10 Prozent umgehen, doch diese Phase könnte bald enden.
Noch stärker beschäftigt die Branche die EU-Politik. Geplante höhere Zölle auf Stahlimporte könnten laut Industrie massive Folgen haben.
Die Einschätzung aus der Branche ist deutlich:
«Das ist hoch frustrierend und nicht, was man von einem Partner erwartet.»
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Gefahr für Exportmärkte
Besonders kritisch wird die mögliche Verdoppelung der Stahlzölle gesehen. Sobald Kontingente ausgeschöpft sind, könnten 50 Prozent Abgaben fällig werden.
Für Schweizer Hersteller hätte das direkte Konsequenzen:
- stark sinkende Wettbewerbsfähigkeit
- Rückgang wichtiger Exportgeschäfte
- mögliche Verlagerung von Aufträgen ins Ausland
Globale Unsicherheit belastet zusätzlich
Neben Handelskonflikten wirkt auch die geopolitische Lage im Nahen Osten auf die Industrie.
Laut Branchenangaben zeigen sich bereits heute konkrete Probleme:
- gestörte Lieferketten
- verspätete oder teurere Zulieferteile
- teilweise Qualitätsprobleme bei Lieferungen
Auch steigende Energiekosten bleiben ein Risikofaktor, selbst wenn viele Unternehmen aktuell noch durch langfristige Verträge geschützt sind.
Die Schweizer Tech-Industrie steht zwischen Wachstumsschub und globalen Risiken.
Während einzelne Bereiche von der KI-Nachfrage profitieren, dominieren insgesamt Unsicherheit und politische Spannungen die Perspektive.






