Die Schweizer Luftwaffe trainiert vom 31. August bis 11. September 2026 gemeinsam mit Italien und den US Air Forces in Europe in Istrana. Mit F/A-18, Eurofighter, F-35 und F-16 werden verschiedene Szenarien der Luftverteidigung geübt. Im Zentrum stehen die Ausbildung jüngerer Piloten, komplexe Luftoperationen und die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern.
Luftkampf und komplexe Luftoperationen im Fokus
An der internationalen Übung beteiligt sich die Schweizer Luftwaffe mit F/A-18. Italien setzt Eurofighter und F-35 ein, während auch F-16 der US Air Forces in Europe teilnehmen. Gemeinsam trainieren die Piloten unterschiedliche Szenarien der Luftverteidigung und vergleichen dabei ihre Fähigkeiten mit jenen der Partner.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Weiterbildung jüngerer Schweizer Piloten. Geübt werden Luftkämpfe innerhalb und ausserhalb der Sichtweite sowie Flüge in tieferen Höhenlagen über dem Meer. Solche Trainingsbedingungen können in der Schweiz aufgrund des begrenzten Luftraums und der geografischen sowie operationellen Rahmenbedingungen nur eingeschränkt geschaffen werden.
Darüber hinaus trainieren die beteiligten Luftstreitkräfte die gemeinsame Planung und Durchführung komplexer Luftoperationen. Bei diesen sogenannten Composite Air Operations (COMAO) müssen mehrere Flugzeuge und Einsatzmittel koordiniert und gemeinsam eingesetzt werden.
Erfahrungsaustausch mit Italien und den USA
Für die Schweizer Luftwaffe bietet die Übung auch die Möglichkeit, Erfahrungen und Verfahren mit internationalen Partnern auszutauschen. Von besonderem Interesse ist dabei die Zusammenarbeit mit den italienischen und amerikanischen Luftstreitkräften im Hinblick auf die Einführung des F-35A in der Schweiz.
Die Schweiz plant derzeit die schrittweise Einführung des F-35A. Die ersten Schweizer Maschinen sollen ab 2027 ausgeliefert werden. Der erste in Italien gefertigte Schweizer F-35A soll nach Angaben des VBS Mitte 2028 in die Schweiz überführt werden.
Die gemeinsame Ausbildung in Istrana basiert auf einem seit 2004 bestehenden Abkommen zwischen der Schweiz und Italien über die militärische Ausbildungszusammenarbeit. Der Bundesrat hatte zudem 2024 beschlossen, die internationale militärische Zusammenarbeit gezielt zu verstärken.
Auslandübungen erweitern Trainingsmöglichkeiten
Übungen im Ausland ermöglichen der Schweizer Luftwaffe, Szenarien unter Bedingungen zu trainieren, die im Schweizer Luftraum nur begrenzt möglich sind. Dazu gehören insbesondere grössere und komplexere Luftkampfübungen sowie Flüge über dem Meer.
Durch den Austausch mit Partnern können zudem gemeinsame Verfahren und Standards eingeübt werden. Nach Einschätzung des VBS stärken solche internationalen Trainings die Interoperabilität und tragen damit zur Weiterentwicklung der Einsatzbereitschaft und Verteidigungsfähigkeit der Schweizer Armee bei.






