Die Schweizer Luftwaffe baut ihre Drohnenflotte aus:
Am 19. September 2025 hat armasuisse die dritte Aufklärungsdrohne ADS 15 an die Armee übergeben.
Damit nimmt ein Grossprojekt weiter Fahrt auf – trotz Abstrichen bei den Funktionen.
Schrittweise Einführung bis 2026
Insgesamt sollen 6 Drohnen ADS 15 bis Ende 2026 ausgeliefert werden.
Sie schliessen eine Fähigkeitslücke in der luftgestützten Aufklärung.
Einsatzgebiete: Beobachtung von Truppen, Standorten und Gebieten.
Auch Unterstützung ziviler Behörden (z. B. Rettungsdienste, BAZG, fedpol, NDB) ist vorgesehen.
Bei Naturkatastrophen können die Systeme zur Überwachung und Schadenerfassung beitragen.
Einschränkungen im Projekt
Nicht alle ursprünglich geplanten Funktionen werden umgesetzt:
Detect and Avoid-System (automatisches Ausweichen)
Enteisungssystem
GPS-unabhängiges Start- und Landesystem
Für den Verzicht auf diese Funktionalitäten fordert der Bund Kompensationsleistungen von Herstellerin Elbit.
Bewährungsprobe bei «COMBINED ARMS 25»
Bei der militärischen Grossübung Anfang September 2025 wurde das ADS 15 erfolgreich eingesetzt:
Einsatzort: Waffenplatz Bière
Aufgabe: Zielaufklärung und Feuerleitung für die Artillerie
Steuerung: durch Offiziere vom Militärflugplatz Emmen aus
Ergebnis: präzise Feuerleitung über grosse Distanz
Die ADS 15 bleibt trotz technischer Abstriche ein wichtiger Pfeiler für die Schweizer Armee – und bringt gleichzeitig Potenzial für den zivilen Schutz bei Krisen.







