Die Nachricht trifft die katholische Schweiz überraschend.
Kardinal Emil Paul Tscherrig, einer der bekanntesten Schweizer Kirchenvertreter im Vatikan, ist in Rom verstorben.
Noch im vergangenen Jahr nahm er an der Wahl von Papst Leo XIV. teil.
Vatikan bestätigt plötzlichen Todesfall
Der Vatikan bestätigte am Dienstag den Tod des Schweizer Kardinals.
Emil Paul Tscherrig wurde 79 Jahre alt.
Die Schweizer Bischofskonferenz zeigte sich tief betroffen.
In einer Mitteilung erklärte sie, man habe «mit tiefer Trauer» vom plötzlichen Tod erfahren.
Das Mitgefühl gelte insbesondere:
- den Angehörigen
- der Diözese Sitten
- allen Wegbegleitern des Kardinals
Einer der wichtigsten Schweizer Kirchenvertreter
Tscherrig galt über Jahrzehnte als einer der bedeutendsten Diplomaten des Vatikans.
Bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2024 stand er im diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls.
Zuletzt war er als Papst-Botschafter in Italien und San Marino tätig.
Besonders bemerkenswert: Er war der erste Nichtitaliener in diesem Amt.
Seit seiner Pensionierung lebte der Kardinal weiterhin in Rom.
2023 von Papst Franziskus zum Kardinal ernannt
Papst Franziskus erhob Emil Paul Tscherrig im Jahr 2023 zum Kardinal.
Neben Kurienkardinal Kurt Koch war er einer von nur zwei Schweizer Papstwählern.
Noch im vergangenen Jahr nahm er am Konklave zur Wahl von Papst Leo XIV. teil.
Nach seinem Tod umfasst das Kardinalskollegium noch 242 Mitglieder.
118 Kardinäle unter 80 Jahren gelten derzeit als papstwahlberechtigt.
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Vom Oberwallis bis in den Vatikan
Emil Paul Tscherrig wurde im Walliser Dorf Unterems geboren.
Er war das älteste von acht Kindern einer Bergbauernfamilie.
Seinen Bildungsweg begann er:
- in der Primarschule Unterems
- am Kollegium Brig
- im Priesterseminar Sitten
- an der Universität Freiburg
Später studierte er zusätzlich Kirchenrecht an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom.
1974 wurde er zum Priester geweiht.
Bereits vier Jahre später trat er in den diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls ein.
Jahrzehntelange diplomatische Karriere
Während seiner langen Laufbahn vertrat Tscherrig den Vatikan in zahlreichen Ländern.
Er galt als erfahrener Vermittler mit internationalem Netzwerk.
Kirchenvertreter beschreiben ihn als:
- ruhig
- diplomatisch
- verbindend
- international anerkannt
Seine Ernennung zum Kardinal wurde in der Schweiz als besondere Würdigung seiner jahrzehntelangen Arbeit verstanden.






