Die Schweizer Hotellerie verzeichnet den vierten Rückgang in Folge. Vor allem ausländische Gäste bleiben wegen der unsicheren Weltlage häufiger weg.
Die Erfolgsserie der Schweizer Hotels ist vorerst vorbei. Nach einem starken Jahresstart sinkt die Zahl der Übernachtungen erneut.
Besonders spürbar ist der Rückgang bei internationalen Gästen.
Übernachtungen gehen erneut zurück
Im Juni 2026 registrierte die Schweizer Hotellerie weniger Logiernächte als im Vorjahresmonat.
Laut einer ersten Schätzung des Bundesamt für Statistik (BFS) sank die Zahl der Übernachtungen um:
- 2,4 Prozent insgesamt
- 4,4 Prozent bei ausländischen Gästen
- 0,1 Prozent bei Schweizer Gästen
Damit setzt sich der negative Trend der vergangenen Monate fort.
Vierter Rückgang seit Beginn der Krise
Der Jahresstart verlief für die Schweizer Hotels noch vielversprechend.
Im Januar und Februar 2026 lagen die Übernachtungszahlen weiter auf hohem Niveau. Danach änderte sich die Situation.
Seit März gehen die Logiernächte zurück.
Als Belastungsfaktor gilt vor allem die zunehmende Unsicherheit durch internationale Konflikte und die Folgen der Eskalation im Iran-Krieg.
🚨 Breaking News direkt aufs Smartphone
Verpasse keine Eilmeldung mehr – jetzt den imTicker WhatsApp-Kanal abonnieren:
👉 imTicker auf WhatsApp abonnieren
Auslandsgäste fehlen besonders
Während Schweizerinnen und Schweizer weiterhin relativ stabil reisen, bleibt die internationale Nachfrage schwächer.
Gerade für die Tourismusbranche sind ausländische Gäste wichtig, insbesondere aus:
- Europa
- Nordamerika
- Asien
Der Rückgang zeigt, dass geopolitische Entwicklungen direkte Auswirkungen auf den Reiseverkehr haben können.
Jahresbilanz bleibt knapp unter Vorjahr
Von Januar bis Mai 2026 wurden in der Schweiz insgesamt rund 16,2 Millionen Logiernächte gezählt.
Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von 0,3 Prozent.
Die inländische Nachfrage konnte die Verluste bei internationalen Gästen teilweise ausgleichen – aber nicht vollständig.
Tourismusbranche wartet auf weitere Zahlen
Noch handelt es sich bei den Juni-Daten um eine erste Schätzung.
Das BFS will am 22. Juli 2026 eine zweite Einschätzung veröffentlichen.
Die definitiven Zahlen folgen am 4. August 2026.






