Die Schweizer Hotellerie hat im Juli 2026 wieder mehr Übernachtungen verzeichnet. Die Zahl der Logiernächte stieg gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,6 Prozent. Während die Nachfrage von Schweizer Gästen deutlich zunahm, gingen die Übernachtungen ausländischer Besucherinnen und Besucher zurück.
Nach vier Monaten mit rückläufigen Zahlen hat sich die Entwicklung in der Schweizer Hotellerie im Juli wieder leicht ins Positive gedreht. Wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag auf Basis einer zweiten Schätzung mitteilte, stieg die Zahl der Logiernächte gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,6 Prozent.
Für das Wachstum sorgte vor allem die stärkere Nachfrage aus dem Inland. Schweizer Gäste verzeichneten 4,1 Prozent mehr Übernachtungen als im Juli des Vorjahres.
Bei den ausländischen Gästen entwickelte sich die Nachfrage dagegen rückläufig. Die Zahl ihrer Logiernächte sank gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,3 Prozent.
Mehr Gäste aus Deutschland und den Niederlanden
Bei den europäischen Herkunftsmärkten zeigte sich im Juli ein unterschiedliches Bild. Besonders deutlich nahm die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus Deutschland zu. Hier wurde ein Plus von 5,3 Prozent registriert.
Auch aus den Niederlanden kamen mehr Besucherinnen und Besucher in die Schweiz. Die Zahl der Logiernächte stieg um 5,2 Prozent. Bei Gästen aus Frankreich resultierte ebenfalls ein Plus von 2,3 Prozent.
Deutlich schwächer entwickelte sich dagegen die Nachfrage aus dem Vereinigten Königreich. Die Zahl der Übernachtungen sank dort im Vergleich zum Vorjahresmonat um 21,8 Prozent. Auch aus Italien wurden mit einem Rückgang von 2,1 Prozent weniger Logiernächte verzeichnet.
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Rückgang bei Gästen aus Asien und der Golf-Region
Besonders deutlich war der Rückgang in mehreren wichtigen asiatischen Herkunftsmärkten. Die Zahl der Logiernächte von Gästen aus Indien sank um 16,8 Prozent.
Auch die Nachfrage aus den Golf-Staaten ging zurück. Dort verzeichnete die Schweizer Hotellerie 11,4 Prozent weniger Übernachtungen. Bei Gästen aus China resultierte ein Minus von 10,6 Prozent.
Aus Amerika blieb die Entwicklung hingegen nahezu stabil. Sowohl bei den Gästen aus Amerika insgesamt als auch bei den Besucherinnen und Besuchern aus den USA ergab sich ein leichtes Plus von 0,2 Prozent.
Negativserie nach vier Monaten gestoppt
Mit dem Juli ist die zuvor vier Monate andauernde Negativserie vorerst beendet. Zu Beginn des Jahres hatte die Schweizer Hotellerie noch an die starke Entwicklung des Vorjahres angeknüpft und im Januar sowie Februar höhere Übernachtungszahlen verzeichnet.
Ab März gingen die Logiernächte auf Monatsbasis jedoch zurück. Entsprechend fiel auch die Bilanz für das erste Halbjahr negativ aus. Insgesamt sank die Zahl der Übernachtungen um 0,7 Prozent auf 20,3 Millionen.
Um den Rekordwert des Vorjahres im Gesamtjahr erneut zu übertreffen, wäre in der zweiten Jahreshälfte eine deutlich stärkere Entwicklung nötig. Das leichte Plus im Juli sorgt jedoch zumindest für einen positiven Auftakt ins zweite Semester.
Das BFS will die definitiven absoluten Zahlen für den Monat Juli am 4. September 2026 veröffentlichen.






