Viele Schweizer Unternehmen schätzen die Erfahrung älterer Mitarbeitender. Trotzdem endet für die meisten Angestellten die Karriere weiterhin mit 65 Jahren. Das zeigt eine neue Studie von Focus 50 plus.
Dabei will die Politik genau das Gegenteil erreichen. Mit der geplanten AHV-Reform 2030 sollen mehr Menschen freiwillig über das Pensionsalter hinaus arbeiten. Doch in vielen Betrieben fehlt es noch an konkreter Unterstützung.
Erfahrung geschätzt, Weiterarbeit selten gefördert
Für die Studie wurden rund 500 Führungskräfte und Personalverantwortliche befragt. Rund 90 Prozent loben die Generation 60 plus für ihr Know-how, ihre Loyalität und ihre Berufserfahrung.
Trotzdem beschäftigen weniger als die Hälfte der Unternehmen Mitarbeitende über das Rentenalter hinaus. Gleichzeitig sind Frühpensionierungen in fast zwei Dritteln der Firmen verbreitet.
Besonders auffällig: Nur rund 30 Prozent der Unternehmen fördern aktiv die Weiterarbeit nach dem 65. Geburtstag.
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Firmen haben Nachholbedarf
Viele Betriebe bieten weder angepasste Aufgaben noch spezielle Programme an, um ältere Mitarbeitende länger gesund und leistungsfähig im Arbeitsmarkt zu halten.
Dabei verschärft der Fachkräftemangel den Druck auf die Unternehmen. Erfahrene Arbeitskräfte könnten helfen, offene Stellen zu besetzen und wertvolles Wissen im Betrieb zu halten.
Immer mehr Senioren arbeiten länger
Während viele Unternehmen noch zögern, zeichnet sich bei den Arbeitnehmern bereits ein Wandel ab. Laut Vorsorgeexperte Karl Flubacher vom Vermögenszentrum arbeiten immer mehr Menschen über das ordentliche Pensionsalter hinaus.
Das durchschnittliche Rentenalter in der Schweiz liegt inzwischen bei 65 Jahren. Fast jede zweite Person bleibt sogar darüber hinaus berufstätig – oft mit reduziertem Pensum, dafür aber länger.






