Die Schweizer Botschaft in Teheran öffnete am Sonntag erneut – die Botschafterin ist zurück vor Ort.
Nach rund zweiwöchiger Schliessung nimmt die Schweizer Botschaft in Teheran wieder ihren Betrieb auf. Grund für die vorübergehende Schliessung war die instabile Sicherheitslage im Iran. Seit Sonntag, 6. Juli 2025, ist die Vertretung wieder offen. Die Rückkehr erfolgt gestaffelt, konsularische Dienste bleiben vorerst ausgesetzt.
Die Schweiz vertritt als Schutzmacht die Interessen der Vereinigten Staaten im Iran. Diese Rolle verlangt eine konstante diplomatische Präsenz, auch in Krisenzeiten. Seit mehreren Jahren ist die geopolitische Lage in der Region angespannt – immer wieder kommt es zu temporären Einschränkungen der diplomatischen Arbeit. Die Schweizer Vertretungen verfügen deshalb über umfassende Sicherheits- und Krisenkonzepte, die laufend angepasst werden.
Am 20. Juni 2025 war die Botschaft in Teheran aus Sicherheitsgründen vorübergehend geschlossen worden. Seit Samstag ist Botschafterin Nadine Olivieri Lozano mit einem kleinen Team wieder vor Ort. Die Einreise erfolgte über den Landweg via Aserbaidschan. Laut news.admin.ch wurde die Wiedereröffnung in enger Absprache mit den iranischen Behörden und den USA beschlossen. Die Einschätzung der Lage erlaubt nun eine schrittweise Wiederaufnahme des Betriebs.
Die konsularischen Dienstleistungen – insbesondere Visa und Passdienste – bleiben aktuell noch ausgesetzt. Der diplomatische Grundbetrieb soll jedoch in den kommenden Tagen langsam hochgefahren werden. Die Rückkehr der Botschafterin unterstreicht die Bedeutung der Schweizer Präsenz vor Ort, insbesondere in ihrer Rolle als Schutzmacht für die USA.
Die Schweiz ruft alle Konfliktparteien in der Region zur Rückkehr an den Verhandlungstisch auf. Diplomatische Lösungen müssten Vorrang haben. Genf und die Guten Dienste der Schweiz stünden weiterhin zur Verfügung. Die Rückkehr nach Teheran signalisiert, dass die Schweiz ihre Schutzmacht-Funktion auch unter schwierigen Bedingungen wahrnimmt – direkt vor Ort und mit diplomatischem Engagement.
Mit der vorsichtigen Wiederaufnahme des Botschaftsbetriebs demonstriert die Schweiz ihre Bereitschaft zur Stabilisierung diplomatischer Beziehungen. Auch wenn konsularische Dienste vorerst nicht angeboten werden, ist die Präsenz vor Ort ein wichtiges Signal. Die Sicherheitslage bleibt fragil – die Entwicklungen werden eng beobachtet.






