Bundesrat Rösti setzt auf internationale Regeln und Innovation
Die Schweiz will bei der weltweiten Regulierung von Künstlicher Intelligenz (KI) eine vermittelnde Rolle übernehmen. Gleichzeitig setzt sich der Bund für einen möglichst schlanken Regelrahmen ein, damit Innovation und Wettbewerbsfähigkeit nicht gebremst werden.
Bundesrat Albert Rösti forderte am Mittwoch in Genf konkrete Ergebnisse vom geplanten Weltgipfel zur KI im Juni. Die Schweiz wolle sich als Standort präsentieren, der Sicherheit und technologische Entwicklung miteinander verbindet.
Uno soll minimale KI-Regeln schaffen
Aus Sicht von Rösti soll die Uno eine grundlegende internationale Regulierung für Künstliche Intelligenz entwickeln. Im Zentrum stehen laut dem Bundesrat vor allem gemeinsame Standards und eine Zertifizierung von Unternehmen, die gute Praktiken im Umgang mit KI einhalten.
Eine übermässige Regulierung müsse jedoch verhindert werden. Zu viele Vorschriften könnten die Entwicklung neuer Technologien und den Standort Schweiz schwächen.
Schweiz als Vermittlerin zwischen Grossmächten
Nach Treffen in Grossbritannien, Südkorea, Frankreich und Indien wird die Schweiz Gastgeberin des nächsten internationalen KI-Gipfels. Dieser findet am 21. und 22. Juni in Genf statt.
Dabei sollen Staats- und Regierungschefs wichtiger Länder sowie KI-Verantwortliche aus verschiedenen Staaten teilnehmen. Auch Unternehmen und Forschungseinrichtungen sollen eingebunden werden.
Rösti betonte, dass die Schweiz zwar nicht über die gleiche Macht wie die USA oder China verfüge. Diese beiden Länder vereinten rund 90 Prozent der weltweiten KI-Kapazitäten. Dennoch könne die Schweiz als neutraler Standort eine wichtige Rolle als Vermittlerin übernehmen.
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Klimafolgen der KI im Fokus
Uno-Generalsekretär António Guterres warnte beim KI-Dialog vor den steigenden Umweltkosten der Technologie. Rechenzentren könnten künftig einen erheblichen Anteil am weltweiten Energieverbrauch verursachen.
Rösti verwies dagegen auf neue Studien, wonach Rechenzentren weniger Strom benötigen könnten als bisher angenommen. Für die Schweiz bleibe die sichere Stromversorgung eine zentrale Herausforderung.
Innovation und Nachhaltigkeit müssten gemeinsam gedacht werden, sagte der Energieminister.
Streit um KI-Fonds für Entwicklungsländer
Die Uno plant zudem einen internationalen Fonds, der Entwicklungsländer beim Aufbau von KI-Kompetenzen unterstützen soll. Rösti zeigte sich zurückhaltend und verwies auf bereits bestehende internationale Fonds.
Die Schweiz müsse darauf achten, dass vorhandene Mittel nicht auf zu viele verschiedene Instrumente verteilt würden, sagte der Bundesrat.
Fazit: Schweiz setzt auf Balance zwischen Sicherheit und Fortschritt
Mit einer minimalen internationalen Regulierung will die Schweiz Risiken der Künstlichen Intelligenz begrenzen, ohne Innovationen zu verhindern. Der kommende KI-Gipfel in Genf soll zeigen, welche gemeinsamen Regeln weltweit möglich sind.






