Mehr als 500 Polizeichefinnen und Polizeichefs sowie Sicherheitsvertreter aus Europa und weiteren Regionen haben sich bei der European Police Chiefs Convention in Den Haag über aktuelle Herausforderungen ausgetauscht. Die Schweiz war mit einer Delegation unter Leitung von fedpol-Direktorin Eva Wildi-Cortés vertreten. Im Mittelpunkt standen unter anderem Künstliche Intelligenz, Extremismus und Desinformation.
KI und neue Formen des Extremismus im Fokus
Die jährlich bei Europol stattfindende Konferenz bringt Führungskräfte von Polizeien und weiteren Sicherheitsbehörden zusammen. Bei der diesjährigen Ausgabe ging es insbesondere um neue Entwicklungen bei der Bekämpfung organisierter Kriminalität.
Diskutiert wurden Chancen und Risiken beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz durch Sicherheitsbehörden. Weitere Schwerpunkte waren die zunehmende Online-Radikalisierung und neue Formen des Extremismus, darunter nihilistischer Gewaltextremismus.
Auch der Umgang mit Desinformation spielte eine wichtige Rolle. Die Sicherheitsbehörden stehen dabei vor der Herausforderung, dass digitale Technologien sowohl von staatlichen Stellen als auch von kriminellen und extremistischen Netzwerken genutzt werden können.
Schweiz führt Gespräche mit 14 Staaten
Die Schweizer Delegation nutzte die Konferenz auch für bilaterale Gespräche. Fedpol tauschte sich mit Vertreterinnen und Vertretern von insgesamt 14 Staaten über die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung organisierter Kriminalität aus.
Gespräche fanden unter anderem mit Frankreich, Grossbritannien, Italien, Spanien und Rumänien statt. Mit Liechtenstein, Island und Norwegen standen zudem die Schengen-assoziierten Staaten im Mittelpunkt. Dabei ging es insbesondere um die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit mit Europol.
Auch mit Jürgen Ebner, dem Acting Executive Director von Europol, wurde über eine engere Kooperation gesprochen.
Neues Schweizer Forum für 2027 geplant
Die internationale Zusammenarbeit soll auch in der Schweiz weiter vertieft werden. Für Februar 2027 ist das erste «Swiss Forum on Organised Crime» geplant.
Das von fedpol organisierte Forum soll zentrale Akteure der Schweizer inneren Sicherheit mit internationalen Partnerbehörden sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Privatwirtschaft zusammenbringen.
Das Treffen steht unter der Leitung von fedpol-Direktorin Eva Wildi-Cortés. Zu den bestätigten internationalen Gästen gehört auch der Acting Executive Director von Europol.






