Wer in den kommenden Tagen zwischen der Schweiz und Frankreich unterwegs ist, muss mit strengeren Kontrollen rechnen.
Der Bundesrat reagiert auf den bevorstehenden G7-Gipfel im französischen Evian – und verschärft vorübergehend die Überwachung an der Grenze.
Hintergrund sind Sicherheitsbedenken rund um mögliche Ausschreitungen und Sabotageaktionen.
Schweiz führt temporäre Grenzkontrollen ein
Die zusätzlichen Grenzkontrollen gelten vom 10. bis zum 19. Juni 2026.
Betroffen ist insbesondere die Grenze zwischen der Schweiz und Frankreich.
Der Bundesrat beschloss die Massnahme an seiner Sitzung vom Mittwoch.
Auch wenn der G7-Gipfel in Frankreich stattfindet, seien laut Bundesrat insbesondere Genf, Lausanne und die gesamte Genferseeregion von erhöhten Sicherheitsrisiken betroffen.
G7-Gipfel findet in Evian statt
Das internationale Treffen der Staats- und Regierungschefs wird vom 15. bis 17. Juni im französischen Evian durchgeführt.
Bei solchen Grossanlässen stehen Sicherheitsbehörden europaweit unter erhöhter Alarmbereitschaft.
Angst vor Gewalt und Sabotage
Der Bundesrat verweist auf Erfahrungen aus früheren G7-Gipfeln.
Dort kam es teilweise zu:
- gewaltsamen Auseinandersetzungen
- Sachbeschädigungen
- Störaktionen
- Sabotageversuchen
- Ausschreitungen bei Demonstrationen
Zusätzlich sorgt die angespannte geopolitische Lage derzeit für erhöhte Sicherheitsanforderungen.
Besonders sensibel sei laut Behörden die grosse Zahl international geschützter Personen in der Genferseeregion.
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Kanton Genf stellte Antrag
Das Gesuch zur Wiedereinführung der Grenzkontrollen kam vom Kanton Genf.
Die Behörden wollten damit frühzeitig auf mögliche Sicherheitsrisiken reagieren.
Welche Grenzübergänge konkret verstärkt kontrolliert werden, wurde bislang nicht im Detail kommuniziert.
Reisende müssen jedoch insbesondere im Raum Genf mit Verzögerungen rechnen.
Was Reisende jetzt wissen sollten
Wer in den kommenden Tagen nach Frankreich reist oder aus Frankreich in die Schweiz einreist, sollte mehr Zeit einplanen.
Vor allem zu Stosszeiten könnten die Kontrollen den Verkehr verlangsamen.
Empfohlen wird:
- gültige Ausweisdokumente mitführen
- Reisezeiten flexibel planen
- aktuelle Verkehrsmeldungen prüfen
- Wartezeiten an Grenzübergängen einkalkulieren
Pendlerinnen und Pendler in der Genferseeregion dürften besonders betroffen sein.
Mit den temporären Grenzkontrollen reagiert die Schweiz auf die erhöhten Sicherheitsanforderungen rund um den G7-Gipfel in Frankreich.
Die Behörden wollen mögliche Risiken frühzeitig eindämmen und die Sicherheit in der Genferseeregion gewährleisten.
Für Reisende bedeutet das vor allem eines: mehr Kontrollen und mögliche Wartezeiten.







