Es war ein Zitterentscheid: Mit hauchdünner Mehrheit stimmte die Schweiz für das neue E-ID-Gesetz.
Gerade einmal 50,39 % Ja-Stimmen entschieden über die Einführung einer staatlich geregelten digitalen Identität.
Das nationale Ergebnis
Resultat Stimmen: 50,39 % Ja (1’384’549 Ja | 1’363’283 Nein)
Stimmbeteiligung: 49,55 %
Ständemehr: nicht erforderlich, da Gesetzesvorlage
Ein Entscheid, der mit nur rund 21’000 Stimmen Vorsprung zustande kam.
Ergebnisse in den Kantonen
Knappes Ja
Zürich: 54,51 %
Luzern: 52,96 %
Zug: 52,84 %
Basel-Stadt: 56,79 %
Freiburg: 50,37 %
Tessin: 51,48 %
Waadt: 57,19 %
Genf: 55,19 %
Nein-Mehrheiten
Bern: 51,50 % Nein
Schwyz: 59,16 % Nein
Uri: 59,35 % Nein
Obwalden: 57,42 % Nein
Nidwalden: 53,46 % Nein
Glarus: 58,65 % Nein
Solothurn: 52,58 % Nein
Basel-Landschaft: 50,77 % Nein
Schaffhausen: 56,14 % Nein
Appenzell Ausserrhoden: 54,05 % Nein
Appenzell Innerrhoden: 54,87 % Nein
St. Gallen: 52,90 % Nein
Graubünden: 51,74 % Nein
Aargau: 50,92 % Nein
Thurgau: 56,71 % Nein
Wallis: 55,75 % Nein
Neuenburg: 52,48 % Nein
Jura: 56,46 % Nein
Interpretation: Ein geteiltes Land
Städte und Westschweiz: Eher Ja, besonders in Zürich, Basel-Stadt, Waadt und Genf.
Ländliche Kantone und Ostschweiz: Mehrheitlich Nein.
Ergebnis zeigt ein typisches Stadt-Land-Gefälle und ein knappes Vertrauen in digitale Lösungen.
Bedeutung des Entscheids
Digitale Identität: Bürgerinnen und Bürger erhalten künftig die Möglichkeit, sich online amtlich zu identifizieren.
Politisches Signal: Knappes Ja zeigt sowohl Unterstützung als auch Skepsis.
Herausforderung: Umsetzung muss Vertrauen schaffen – Datenschutz und Sicherheit stehen im Fokus.
Die Schweiz führt das E-ID-Gesetz ein – aber nur knapp.
Der enge Entscheid verdeutlicht: Viele Bürger bleiben skeptisch.






