Bundespräsident Guy Parmelin und Bundesrat Ignazio Cassis vertreten die Schweiz vom 20. bis 23. September 2026 bei der Eröffnung der 81. UNO-Generalversammlung in New York. Im Zentrum stehen die Stärkung des Multilateralismus, die Reform der Vereinten Nationen sowie globale geopolitische Herausforderungen. Auch die Nachfolge von UNO-Generalsekretär António Guterres ist ein wichtiges Thema.
Parmelin hält Ansprache vor der UNO
An der jährlich stattfindenden Generalversammlung kommen mehr als 100 Staats- und Regierungschefinnen und -chefs sowie Aussenministerinnen und Aussenminister aus aller Welt zusammen. Die 81. Tagung läuft vom 8. September 2026 bis zum 7. September 2027 und steht unter dem Motto «Vertrauen wiederherstellen, den Wandel steuern: Vereinte Nationen im Dienste aller Menschen».
Bundespräsident Guy Parmelin wird die offizielle Ansprache der Schweiz vor der Generalversammlung halten. Dabei will er die Position der Schweiz zum Multilateralismus darlegen und einen besonderen Schwerpunkt auf die internationalen Handelsbeziehungen legen. Zusätzlich sind bilaterale Gespräche mit anderen Vertreterinnen und Vertretern geplant.
Für die Schweiz ist die Generalversammlung eine wichtige Plattform, um ihre aussenpolitischen Positionen einzubringen und Kontakte mit anderen Staaten zu pflegen.
Cassis führt Gespräche zu geopolitischen Fragen
Bundesrat Ignazio Cassis wird in New York Gespräche über zentrale geopolitische Herausforderungen führen. Als Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) und amtierender Vorsitzender der OSZE will er sich zudem an den diplomatischen Bemühungen beteiligen, bestehende Dialogkanäle offenzuhalten.
Dabei soll auch die Rolle der Schweiz und der OSZE gestärkt werden, wo dies sinnvoll und möglich ist. Die Gespräche finden vor dem Hintergrund internationaler Spannungen und zunehmender geopolitischer Unsicherheiten statt.
Ein weiteres wichtiges Thema der diesjährigen Generalversammlung ist die Nachfolge von UNO-Generalsekretär António Guterres.
Schweiz setzt auf reformierten Multilateralismus
Die UNO steht gleichzeitig vor finanziellen und politischen Herausforderungen. Die Finanzlage der Organisation bleibt angespannt, während die zunehmenden politischen Unsicherheiten die multilaterale Zusammenarbeit erschweren.
Der Bundesrat will sich für einen wirksamen, fokussierten und subsidiären Multilateralismus einsetzen. Bei den laufenden Diskussionen über eine Reform der UNO bringt die Schweiz ihre Interessen als Gast-, Geber- und Mitgliedstaat ein.
Von den Entwicklungen ist auch der UNO-Standort Genf direkt betroffen. Die Schweiz hat deshalb ein besonderes Interesse an einer leistungsfähigen und zukunftsfähigen UNO sowie an klaren Rahmenbedingungen für die internationalen Organisationen in Genf.
Generalversammlung als zentrale Dialogplattform
Die UNO-Generalversammlung ist die breiteste politische Dialogplattform der Vereinten Nationen. Alle 193 UNO-Mitgliedstaaten können sich an den Diskussionen beteiligen.
Im Mittelpunkt stehen globale Herausforderungen in den drei zentralen Bereichen der UNO: Frieden und Sicherheit, Entwicklung sowie Menschenrechte. Die Schweiz will ihre Positionen auch bei der diesjährigen Tagung in diesen Themenfeldern einbringen.






