Hunderttausende Menschen auf der Flucht – DEZA reagiert mit Soforthilfe
Der Krieg im Nahen und Mittleren Osten verschärft die humanitäre Lage dramatisch.
Hunderttausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen – besonders im Libanon.
Die Schweiz reagiert jetzt: Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) stellt 6,5 Millionen Franken Nothilfe bereit.
Humanitäre Krise im Libanon
Nach Angaben der United Nations wurden bereits mehr als 820’000 Menschen innerhalb des Libanon vertrieben.
Weitere rund 100’000 Menschen flohen nach Syrien.
Der Grund: Evakuationsaufrufe und militärische Angriffe im Zuge der Eskalation im Nahen Osten.
Die Schweiz setzt deshalb einen klaren Schwerpunkt auf Hilfe im Libanon.
6,5 Millionen Franken für Nothilfe
Die Unterstützung setzt sich aus zwei Teilen zusammen:
3,5 Millionen Franken aus bestehenden humanitären Programmen
3 Millionen Franken zusätzliche Nothilfe
Die Mittel sollen vor allem die dringendsten Bedürfnisse abdecken:
Notunterkünfte
Trinkwasser
Nahrung
Sanitärversorgung
medizinische Hilfe
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Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen
Die Hilfe wird über erfahrene Partner umgesetzt.
Dazu gehören unter anderem:
International Committee of the Red Cross
UNHCR
UNICEF
Zusätzlich unterstützt die Schweiz den Lebanon Humanitarian Fund, der lokale und internationale Hilfsorganisationen finanziert.
Trinkwasser-Projekt im Bekaa-Tal
Ein Experte des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH) arbeitet vor Ort mit dem Roten Kreuz und lokalen Behörden zusammen.
Ein Schwerpunkt ist die Chlorierung der öffentlichen Wasserversorgung im Bekaa-Tal.
Diese Massnahme soll verhindern, dass sich Krankheiten unter den vielen Vertriebenen ausbreiten.
Soforthilfe auch für Iran
Auch im Iran hat sich die humanitäre Lage deutlich verschlechtert.
Die International Federation of Red Cross and Red Crescent Societies startete deshalb einen internationalen Nothilfeaufruf.
Die Schweiz beteiligt sich daran mit 1 Million Franken Soforthilfe.
Neutralität bleibt gewahrt
Die Bundesregierung betont:
Humanitäre Hilfe verstösst nicht gegen die Schweizer Neutralität.
Massnahmen, die medizinischen oder humanitären Zwecken dienen, sind laut internationalem Recht ausdrücklich erlaubt.
Die humanitäre Krise im Nahen Osten verschärft sich weiter.
Mit zusätzlichen Millionenbeträgen versucht die Schweiz, schnell Hilfe zu leisten – vor allem für die hunderttausenden Vertriebenen im Libanon.
Doch Experten warnen: Ohne eine politische Lösung könnte sich die Situation weiter verschlechtern.






