Die Schweiz hat im Jahr 2025 insgesamt 377’316 Untersuchungen zu Tierseuchen und Zoonosen durchgeführt. Der neue Bericht des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) zeigt: Es gibt weiterhin keine Hinweise auf eine Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest oder der Lumpy-Skin-Krankheit. Die Überwachung soll Tierbestände, die Landwirtschaft und die öffentliche Gesundheit schützen.
Über 377’000 Untersuchungen zur Tiergesundheit
Tierseuchen kennen keine Landesgrenzen. Der internationale Tier- und Reiseverkehr, Wildtiere sowie der Klimawandel erhöhen das Risiko, dass Krankheitserreger neue Regionen erreichen. Deshalb setzt die Schweiz auf eine kontinuierliche Überwachung und Früherkennung.
Laut dem aktuellen Jahresbericht des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) wurden 2025 schweizweit 377’316 Untersuchungen zu meldepflichtigen Tierseuchen und Zoonosen erfasst. Insgesamt wurden Daten zu 70 meldepflichtigen Krankheiten ausgewertet.
Die meisten gemeldeten Seuchenausbrüche betrafen bereits bekannte Krankheiten in der Schweiz. Dazu zählen insbesondere die Blauzungenkrankheit sowie die Moderhinke bei Schafen.
Auch die Lumpy-Skin-Krankheit (LSD) wurde überwacht. Insgesamt wurden 456 Proben untersucht – sämtliche Resultate fielen negativ aus. Damit gilt die Schweiz weiterhin als frei von dieser Tierseuche.
Früherkennung soll Ausbreitung verhindern
Ein wichtiger Bestandteil der Tierseuchenbekämpfung ist die gezielte Früherkennung. Sie soll neue Krankheiten bereits beim ersten Auftreten erkennen und den Behörden ermöglichen, rasch Gegenmassnahmen einzuleiten.
Im Jahr 2025 wurden nationale Früherkennungsprogramme zur Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen, zum Kleinen Beutenkäfer sowie zur Tuberkulose bei Rotwild durchgeführt.
Alle Programme verliefen ohne Nachweis der überwachten Krankheiten. Damit liegen weiterhin keine Hinweise auf eine Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest oder anderer überwachter Tierseuchen in die Schweiz vor.
Die Tierseuchenüberwachung stützt sich dabei auf verschiedene Informationsquellen. Dazu gehören Laboruntersuchungen, Verdachtsmeldungen, Fleischkontrollen, Gesundheitsuntersuchungen, Fehlgeburten sowie Daten aus dem Tierverkehr.
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Erfolge bei der Bekämpfung der Bovinen Virus-Diarrhoe
Der Bericht zeigt auch Fortschritte bei der Bekämpfung der Bovinen Virus-Diarrhoe (BVD). Seit dem Start des nationalen Bekämpfungsprogramms im Jahr 2008 konnten die Fallzahlen deutlich gesenkt werden.
2025 wurden lediglich zwei Seuchenmeldungen registriert, nachdem es im Vorjahr noch acht gewesen waren.
Auch die Zahl der dauerhaft mit dem Virus infizierten Tiere ging deutlich zurück. Während 2024 noch 100 Tiere als Virusträger galten, waren es 2025 nur noch zehn.
Tierhaltende spielen wichtige Rolle
Das BLV betont, dass Tierhaltende wesentlich zur Früherkennung beitragen können. Biosicherheitsmassnahmen helfen, Krankheitserreger von Tierbeständen fernzuhalten und ihre Ausbreitung zu verhindern.
Dazu gehören unter anderem eine konsequente Stallhygiene, kontrollierte Zutritte zu Tierhaltungen, das Wechseln von Kleidung und Schuhen sowie die regelmässige Beobachtung der Tiere.
Zeigen Tiere auffällige Symptome, sollten Tierärztinnen oder Tierärzte umgehend informiert werden. Ebenso wichtig sind vollständige und aktuelle Meldungen in der Tierverkehrsdatenbank (TVD), damit Tierbewegungen im Seuchenfall rasch nachvollzogen werden können.
Nach Angaben des BLV bleibt die kontinuierliche Überwachung eine zentrale Voraussetzung, um die Tiergesundheit zu sichern und den internationalen Handel mit Tieren und Tierprodukten aufrechtzuerhalten.






