Die spanische Polizei hat einen der meistgesuchten Straftäter Schwedens im Badeort Sitges bei Barcelona festgenommen. Der Mann soll Verbindungen zur organisierten Kriminalität haben und an mehreren Gewalttaten beteiligt gewesen sein. Die Festnahme erfolgte nach monatelangen Ermittlungen schwedischer und spanischer Behörden.
Spezialkräfte nehmen Verdächtigen in Sitges fest
Die spanische Nationalpolizei hat nach eigenen Angaben einen hochrangigen Verdächtigen aus dem Umfeld der schwedischen Bandenkriminalität festgenommen. Der Mann wurde nach tagelanger Überwachung in einem Einfamilienhaus im Küstenort Sitges rund 30 Kilometer südwestlich von Barcelona gefasst.
Der Festgenommene soll enge Kontakte zu einem bekannten schwedischen Kriminellen haben, der in Medien auch als «Pablo Escobar Schwedens» bezeichnet wird. Dieser wurde bereits im August 2024 in Sitges auf Ersuchen der schwedischen Behörden festgenommen und später in Stockholm wegen grossangelegten Kokainschmuggels zu neun Jahren Haft verurteilt.
Laut GMX teilte die spanische Nationalpolizei mit, dass der nun festgenommene Mann nach einer internationalen Zusammenarbeit zwischen spanischen und schwedischen Ermittlern lokalisiert werden konnte. Wegen des Verdachts auf Waffen oder Sprengstoff griffen Spezialkräfte in den frühen Morgenstunden zu.
Verdacht auf Beteiligung an mehreren Gewalttaten
Die schwedischen Ermittler werfen dem Mann vor, in mehrere Morde und Tötungsdelikte im Umfeld der organisierten Kriminalität verwickelt gewesen zu sein.
Nach Erkenntnissen der Behörden sollen die Angriffe dazu gedient haben, rivalisierende Banden zu schwächen und Konflikte zwischen kriminellen Gruppen weiter anzufachen. Zudem wird ihm vorgeworfen, junge Täter für gezielte Gewaltverbrechen ausgebildet und mit Waffen sowie Sprengstoff versorgt zu haben.
Die Ermittlungen gegen den Verdächtigen begannen im Juni 2025. Über Monate hinweg tauschten spanische und schwedische Behörden Informationen aus, bevor der Aufenthaltsort des Mannes in Spanien ermittelt werden konnte.
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Schweden kämpft gegen zunehmende Bandenkriminalität
Die Festnahme steht im Zusammenhang mit der anhaltenden Gewalt durch kriminelle Netzwerke in Schweden. Das Land kämpft seit Jahren mit einer Zunahme von Schiessereien, Sprengstoffdelikten und Konflikten zwischen rivalisierenden Gruppierungen.
Besonders problematisch ist die Rekrutierung von Minderjährigen für schwere Straftaten. Kriminelle Netzwerke setzen laut Behörden zunehmend junge Menschen für Auftragsmorde und andere Gewaltdelikte ein.
Seit dem 1. August gelten in Schweden verschärfte Regeln für Straftaten im Zusammenhang mit organisierter Kriminalität. Kritiker bezweifeln jedoch, dass höhere Strafen allein die Bandenkriminalität wirksam eindämmen können.
Weitere Verfahren gegen Bandenmitglieder
Parallel zur Festnahme in Spanien wurde im Irak ein weiteres Verfahren gegen eine bekannte Figur aus der organisierten Kriminalität bekannt.
Medienberichten zufolge verurteilte ein Strafgericht in Bagdad ein hochrangiges Mitglied des Netzwerks Foxtrot zu lebenslanger Haft. Ihm werden unter anderem Drogenhandel und finanzielle Aktivitäten im Zusammenhang mit dem kriminellen Netzwerk vorgeworfen.
Der Mann soll laut schwedischen Medien eine wichtige Rolle innerhalb der Gruppierung gespielt und mehrere Gewaltverbrechen in Nordeuropa organisiert haben. Zudem wird ihm vorgeworfen, Minderjährige für kriminelle Aufträge rekrutiert zu haben.
Die internationalen Ermittlungen gegen die beteiligten Netzwerke laufen weiter.






