Geheime Öltransporte, gezielte Explosionen und brennende Schiffe:
Die Ukraine bekennt sich zu Angriffen auf zwei russische Tanker im Schwarzen Meer.
Ein Signal gegen Putins Schattenflotte – und ein gefährlicher Präzedenzfall.
Ziel: Russlands Sanktionsumgehung stoppen
Seedrohnen im Einsatz – Operation „Sea Baby“
Laut einem ukrainischen Sicherheitsbeamten wurden bei einer koordinierten Aktion des Sicherheitsdienstes SBU und der Marine zwei Tanker attackiert, die russisches Öl transportierten.
Die Schiffe „Virat“ und „Kairos“, beide unter gambischer Flagge, wurden mit Unterwasserdrohnen beschädigt.
Laut edition.cnn.com sei es das Ziel, „die illegale Nutzung der Schattenflotte durch Russland empfindlich zu stören“.
Was ist passiert?
Freitag: Explosion an Bord der „Virat“
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Ort: ca. 50 km vor der türkischen Küste
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Schaden: oberhalb der Wasserlinie, kein Feuer
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Maßnahme: Türkei entsandte Löschschlepper
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Status: Schiff fährt langsam, wartet auf Anweisungen
Die „Virat“ wurde bereits im Januar von den USA und der EU sanktioniert – damals noch unter einem anderen Namen.
Samstag: Angriff auf die „Kairos“
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275 Meter lang, 80.000 Tonnen schwer
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Feuer auf offenem Deck
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Alle 25 Crewmitglieder evakuiert
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Schiff transportierte russisches Rohöl, sanktioniert durch die EU
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Ausgelaufen aus Indien, unterwegs nach Noworossijsk
Die Schattenflotte – Russlands riskanter Tankertrick
Russland nutzt ein intransparentes Netz von Hunderten Tankern, viele davon unter:
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Billigflaggen (Gambia, Liberia etc.)
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falschen Reedereien oder Zweitnamen
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um Sanktionen zu umgehen
Diese „Schattenflotte“ liefert weiterhin Öl nach China, Indien und in andere Drittstaaten – trotz westlicher Verbote.
Pipeline-Hafen Noworossijsk ebenfalls Ziel
Am Samstagmorgen wurde zudem der russische Ölhafen Noworossijsk angegriffen:
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Ziel: Anlegeplatz des Caspian Pipeline Consortium
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Bedeutung: Ölausfuhr aus Kasachstan via Russland
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Reaktion: Kasachstan plant nun Umleitung der Exporte
Noworossijsk wurde bereits mehrfach von ukrainischen Seedrohnen angegriffen.
Ukraine zeigt neue Strategie gegen Putins Öl
Mit der gezielten Sabotage der Tankerrouten und Hafeninfrastruktur setzt die Ukraine ein klares Signal:
Auch wirtschaftliche Nervenpunkte sind nicht mehr sicher.
Die Angriffe treffen Russland nicht nur militärisch – sondern auch wirtschaftlich, inmitten eines globalen Ölmarkts, der auf Stabilität angewiesen ist.










