Süss – aber zu welchem Preis?
Ostern ist die Zeit der Schoggihasen.
Doch hinter der süssen Fassade steckt oft eine bittere Realität: Kinderarbeit, mangelnde Transparenz und globale Ungleichheit.
Wie ehrlich sind Schweizer Schokoladenhersteller wirklich?
Millionen Kinder arbeiten auf Kakaoplantagen
Das Problem ist seit Jahrzehnten bekannt – und trotzdem nicht gelöst.
Laut dem NGO-Netzwerk Voice arbeiten noch immer rund:
- 1,5 Millionen Kinder
- vor allem in Ghana und Côte d’Ivoire
- unter teils gefährlichen Bedingungen
Sie tragen schwere Lasten, arbeiten mit Chemikalien und verzichten oft auf Schulbildung.
Trotz 25 Jahren Massnahmen bleibt die Situation kritisch.
Mehr Transparenz – aber reicht das?
Ein Lichtblick: Die Branche öffnet sich zunehmend.
Die internationale Studie Chocolate Scorecard zeigt:
- 82 % der Unternehmen legen Daten offen
- deutlicher Anstieg gegenüber Vorjahren
- mehr Kontrolle der Lieferketten
Expertin Andrea Hüsser vom Good Chocolate Hub sagt:
- Firmen überwachen ihre Lieferketten besser
- Hilfsprojekte vor Ort nehmen zu
- Unternehmen sprechen offener über Probleme
Doch: Eine echte Lösung fehlt weiterhin.
Ranking: Diese Schweizer Firmen schneiden gut ab
Im aktuellen Ranking schneiden Schweizer Unternehmen unterschiedlich ab:
Spitzenreiter
- Halba (Coop) – Platz 2 weltweit
- Fokus auf faire Beschaffung seit über 15 Jahren
Weitere starke Platzierungen
- Nestlé (inkl. Cailler) – Platz 5
- Fortschritte bei Rückverfolgbarkeit
- Programme gegen Kinderarbeit
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Mittelfeld: Bekannte Marken mit Luft nach oben
Solide, aber verbesserungsfähig
- Lindt & Sprüngli – Platz 13
- Verbesserungen bei Kinderarbeit & Entwaldung
- Ziel: 100 % zertifizierter Kakao bis 2026
- Barry Callebaut – Platz 18
- ambitionierte Nachhaltigkeitsziele
- Kritik an Bewertung der Studie
Schlusslicht: Migros unter Druck
- Chocolat Frey (Migros) – Platz 26
Hauptprobleme:
- mangelnde Transparenz
- Verbesserungsbedarf beim Pestizideinsatz
Die Migros reagiert:
- neue Nachhaltigkeitsstrategie
- zertifizierte Kakaobohnen
- Projekte gegen Kinderarbeit
Warum sich jetzt etwas bewegt
Ein entscheidender Treiber: neue Gesetze.
Geplant sind u. a.:
- EU-Lieferkettengesetze
- strengere Regeln gegen Entwaldung
- mehr Kontrolle globaler Lieferketten
Unternehmen stehen zunehmend unter Druck, Verantwortung zu übernehmen.
Fazit: Bewusst geniessen wird immer wichtiger
Schokolade bleibt ein Genuss – aber nicht ohne Verantwortung.
Die wichtigsten Takeaways:
- Kinderarbeit ist weiterhin ein grosses Problem
- Transparenz nimmt zu, aber reicht noch nicht
- Schweizer Hersteller schneiden unterschiedlich ab
- Regulierung könnte echten Wandel bringen
Wer bewusst konsumiert, kann Einfluss nehmen.
Achte beim nächsten Schoggikauf auf Herkunft und Labels.







