Immer mehr Menschen in der Schweiz fühlen sich auf den Strassen unsicher.
Die neuesten Zahlen sind alarmierend: Gewaltdelikte im öffentlichen Raum haben in den letzten Jahren stark zugenommen – mit teils drastischen Folgen für Gesellschaft und Politik.
Was steckt hinter dieser Entwicklung – und was wird dagegen unternommen?
Faktenlage: Gewalt in Zahlen
Polizeistatistik zeigt deutlichen Anstieg
Laut Bundesamt für Statistik stieg die Zahl der registrierten Körperverletzungen zwischen 2020 und 2024 um mehr als 25 %.
Besonders betroffen sind junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren.
Auffällig: Viele Vorfälle ereignen sich an Wochenenden und im Umfeld von Nachtlokalen.
Gewalt-Hotspots
Zürich und Basel verzeichnen die meisten Meldungen.
Auch in mittelgrossen Städten wie St. Gallen und Luzern nehmen Vorfälle zu.
Auf Social Media kursieren zunehmend Videos von Strassenschlägereien.
Ursachen: Warum die Gewalt steigt
Gesellschaftliche Faktoren
Frustration nach der Pandemie: Viele Experten sehen psychische Belastungen als Treiber.
Alkoholkonsum und Drogen spielen bei vielen Fällen eine Rolle.
Soziale Medien fördern Nachahmungseffekte und verabredete „Battles“.
Polizeigewerkschaft warnt
Die Polizeigewerkschaft Schweiz (PVB) weist auf eine Überlastung der Einsatzkräfte hin:
„Unsere Kolleginnen und Kollegen stossen an ihre Grenzen. Mehr Personal und härtere Strafen sind dringend nötig.“
Politische Debatte
Im Nationalrat werden derzeit verschärfte Gesetze gegen Jugendgewalt diskutiert.
Städte wie Zürich testen präventive Nachtstreifen mit Sozialarbeitern.
Kritiker fordern mehr Fokus auf Bildung und Integration, statt nur härtere Strafen.
Stimmen von Betroffenen
Eine 23-jährige Studentin aus Basel berichtet:
„Ich meide gewisse Strassen nach 22 Uhr. Früher war das nie ein Thema – heute habe ich Angst, allein nach Hause zu gehen.“
Auf TikTok und Instagram häufen sich Videos mit Gewalt-Szenen – oft mit tausenden Klicks.
Was jetzt getan werden muss
Mehr Prävention: Schulen und Vereine stärker einbinden.
Präsenz zeigen: Mehr Polizei und Streetworker in Hotspots.
Schnelle Strafen: Verfahren beschleunigen, um Abschreckung zu erhöhen.
Gesellschaftlicher Dialog: Ursachen verstehen statt nur Symptome bekämpfen.
Die Gewalt auf Schweizer Strassen nimmt spürbar zu – und betrifft längst nicht mehr nur Grossstädte.










