Es sollte ein weiterer Weltcup-Winter werden, vielleicht sogar ihr grosser Durchbruch. Doch ein einziger Moment im Aufwärmen hat alles verändert: Neja Dvornik hat sich in Gurgl schwer verletzt.
Nach Angaben ihres Teams wurde die 24-jährige Slowenin nach einem Sturz noch in Österreich im Spital untersucht. Die Ärzte bestätigten einen Bruch des rechten Schienbeins (Tibia) und Wadenbeins (Fibula) oberhalb des rechten Knöchels. Sie muss operiert werden – und ihre Saison ist damit beendet.
Was genau passiert ist
Laut der Mitteilung passierte der Unfall beim Warm-up vor dem Weltcuprennen in Gurgl. Dvornik wurde sofort medizinisch versorgt und ins Krankenhaus gebracht, wo die Diagnose folgte:
Bruch von Tibia und Fibula rechts
Nahe am Sprunggelenk
Operation notwendig
Rückkehr nach Hause für Reha
Solche Frakturen entstehen im Ski-Weltcup meist bei einem unglücklichen Verdreh- oder Kanten-Moment, besonders im Training oder Aufwärmen, wenn Athletinnen nahe ans Limit gehen.
Warum diese Verletzung so bitter ist
Dvornik war in guter Form. Erst letzte Woche fuhr sie im Levi-Slalom stark in die Top 10, was auch das slowenische Team mit grosser Hoffnung nach Gurgl reisen liess.
Der Bruch bedeutet nun:
Saisonaus schon im November
Monatelange Rehabilitation
Verpasste Weltcup-Chancen in einem Winter, der fürs Team wichtig gewesen wäre
Für Slalom-Spezialistinnen ist ein Beinbruch besonders heikel, weil Sprunggelenk-Stabilität und Feingefühl zentral sind. Die Reha dauert in der Regel mehrere Monate, oft mit langsamer Belastungssteigerung.
Wie geht es jetzt weiter?
Das Team schreibt, dass Dvornik in Österreich operiert wird und danach zur Betreuung und Reha nach Hause zurückkehrt.
Typischer Ablauf bei solchen Verletzungen:
Operation / Stabilisierung (meist mit Platte oder Nagel)
Erste Heilungsphase mit Ruhigstellung
Physiotherapie / Aufbau
Rückkehr aufs Schnee-Training, sobald Knochen und Gewebe voll stärker sind
Die genaue Ausfallzeit hängt vom Bruchtyp ab, liegt im Spitzensport aber oft zwischen 4 und 8 Monaten.
Gurgl unter Schock – der Weltcup geht trotzdem weiter
In Gurgl selbst stand an diesem Wochenende der Slalom im Fokus. Mikaela Shiffrin gewann das Rennen erneut eindrucksvoll.
Doch abseits des Podests bleibt vor allem ein Gedanke: Wie schnell sich im Ski-Zirkus alles drehen kann.










