Ein Elefantenbaby überlebt nur zwei Tage
Im Zoo Zürich ist es zu einer tragischen Entscheidung gekommen.
Ein neugeborenes Elefantenkalb musste nur kurze Zeit nach seiner Geburt eingeschläfert werden, nachdem klar wurde, dass es nicht selbstständig stehen konnte und keine Überlebenschance hatte.
Zoo Zürich bestätigte den Vorfall in einer offiziellen Mitteilung.
Das männliche Jungtier wurde am Montag geboren und zeigte zwar starke Aufstehversuche, konnte jedoch die Hinterbeine nicht ausreichend belasten.
Warum der Zoo den schweren Entscheid traf
Laut Zoodirektion war das Tier nicht in der Lage, eine grundlegende Voraussetzung für ein Überleben in der Herde zu erfüllen: das selbstständige Stehen.
Zoodirektor Severin Dressen erklärte in der Mitteilung:
- Das Kalb versuchte mehrfach aufzustehen
- Die Hinterbeine konnten die Belastung nicht tragen
- Ein artgerechtes Aufwachsen war nicht möglich
Die Entscheidung zur Euthanasie sei ausschliesslich im Sinne des Tierwohls getroffen worden.
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Was in den ersten Lebensstunden geschah
Direkt nach der Geburt am Montag wurde das Kalb intensiv beobachtet.
Typisch für Elefanten ist, dass Jungtiere innerhalb weniger Stunden stehen müssen, um in der Herde bestehen zu können. Genau dieser entscheidende Schritt gelang dem Tier jedoch nicht.
Die Entwicklung zeigte rasch, dass keine Verbesserung eintrat.
Kein Einzelfall im Zoo Zürich
Der aktuelle Vorfall ist nicht der erste tragische Fall in der Elefantenhaltung des Zoos.
Seit 2014 wurden dort acht Elefantenkälber geboren:
- Vier Tiere überlebten erfolgreich
- Ein Kalb starb 2020 kurz nach der Geburt durch Kopfverletzungen
- Drei weitere Jungtiere (2020, 2023 und aktuell) waren aufgrund von Fehlentwicklungen nicht lebensfähig
Diese Zahlen zeigen, wie anspruchsvoll die Aufzucht von Elefanten in menschlicher Obhut bleibt.
Tierwohl im Fokus der Entscheidung
Der Zoo betont, dass die Entscheidung zur Einschläferung nicht leichtfertig getroffen wurde.
Im Vordergrund stand die Frage, ob das Tier langfristig Schmerzen oder ein nicht artgerechtes Leben hätte ertragen müssen.
Fachleute sprechen in solchen Fällen von einer sogenannten veterinärmedizinischen Abwägung zwischen Lebensfähigkeit und Leiden.
Solche Entscheidungen lösen regelmässig emotionale Reaktionen in der Öffentlichkeit aus.






