39 % Zoll – Schweiz droht der Export-Kollaps
Die Schweizer Wirtschaft schlägt Alarm:
US-Präsident Donald Trump angekündigter Importzoll in Höhe von 39 Prozent auf Schweizer Waren versetzt Firmen und Verbände in Alarmbereitschaft.
Die USA sind nach Deutschland der wichtigste Exportmarkt der Schweiz – betroffen wären Exporte im Milliardenwert.
Zehntausende Jobs in Gefahr?
Laut dem Branchenverband Swissmem drohen durch die Zölle:
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massive Auftragsrückgänge
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Wettbewerbsnachteile gegenüber EU-Ländern
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bis zu zehntausend gefährdete Arbeitsplätze
Auch Economiesuisse warnt vor einem „Flächenbrand“, der selbst wirtschaftlich starke Regionen erfassen könnte.
Laut spiegel.de könnte das Schweizer BIP bei 39 % Zöllen um 0,3 bis 0,6 Prozent schrumpfen – sollte die Pharmaindustrie dazukommen, sogar um 0,7 %.
Diese Branchen trifft es besonders hart
Uhrenindustrie
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4,3 Mrd. CHF Exportvolumen in die USA (2024)
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16,8 % aller Schweizer Uhren gingen 2024 in die Vereinigten Staaten
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Marken wie Rolex, Breitling, Tag Heuer wären massiv betroffen
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Absatzrückgänge fast sicher – Image hin oder her
Maschinen- und Präzisionsindustrie
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Exportiert Spezialtechnik, Sensoren, Industrieanlagen
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Schweizer Anbieter gelten als Weltmarktführer – verlieren aber gegen EU-Firmen mit niedrigeren Zollsätzen (15 %)
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Produktionsverlagerung nach Deutschland denkbar
Schokolade & Käse
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Maestrani warnt: Premiumschokolade könnte unverkäuflich werden
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Konkurrenz aus der EU billiger – trotz Qualität
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Gruyère-Käse: 13 % Exportanteil in die USA
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Erste Produktionskürzungen bereits beschlossen
Lindt & Sprüngli und Nestlé sind weniger betroffen – sie produzieren direkt in den USA.
Goldhandel
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475 Tonnen Goldexport in die USA (1. Halbjahr 2025)
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39,2 Mrd. CHF Einnahmen – grösster Goldboom seit Jahren
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Doch auch hier könnte die Nachfrage bei Zöllen massiv sinken
Wechselkurs als zweiter Risikofaktor
Seit Jahresbeginn ist der Schweizer Franken um 14 % gegenüber dem Dollar gestiegen – ein weiterer Preistreiber für Exportgüter.
Trump selbst sagte:
„Mit einem schwächeren Dollar verdient man verdammt viel mehr Geld.“
Das Ergebnis: Schweizer Produkte werden doppelt unattraktiv – durch Zölle und starken Franken.
Präsidentin Keller-Sutter in Washington
Die Schweizer Präsidentin Karin Keller-Sutter ist kurzfristig in die USA gereist, um diplomatisch zu retten, was zu retten ist.
Ob sie Erfolg hat, ist offen. Klar ist nur:
Für viele Schweizer Betriebe hängt jetzt alles an diesen Gesprächen.










