Ein erfundener Notfall – und Senioren verlieren Schmuck & Geld
Zwei junge Frauen gaben sich als medizinisches Personal aus.
Mit einer perfiden „Schock“-Masche täuschten sie alte Menschen – bis ein Familienmitglied Alarm schlug.
Was ist passiert?
Ort: Raum Locarno, Tessin
Datum der Festnahme: 4. November 2025
Festgenommen:
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Eine 18-jährige Frau
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Eine Minderjährige
Staatsangehörigkeit: Tschechien
Aufgegriffen: In einem Hotelzimmer in Locarno
Die beiden stehen im Verdacht, an sogenannten „Schock“-Betrugsmaschen beteiligt gewesen zu sein – eine besonders perfide Form des Seniorenbetrugs.
So funktionierte die „Schock“-Masche
Die Täterinnen gaben sich als medizinisches Fachpersonal aus.
Sie behaupteten am Telefon, ein naher Angehöriger der Opfer sei schwer krank und brauche sofort teure Behandlungen.
Die Senioren wurden unter massiven Zeitdruck gesetzt:
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Nur wenige Stunden Zeit
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Dringend Bargeld oder Wertgegenstände
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Abholung direkt zu Hause
Opfer waren meist ältere Menschen, alleinlebend oder verunsichert durch die emotionale Dringlichkeit.
Wie die Polizei eingriff
Ein Familienmitglied eines Opfers erkannte die Gefahr und meldete den Vorfall direkt der Notrufzentrale.
Die Ermittlungen führten zu einem Hotel in Locarno – dort wurden die beiden jungen Täterinnen festgenommen.
Laut Polizei:
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Die 18-Jährige und die Minderjährige waren gezielt in der Schweiz unterwegs
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Sie waren wohl Teil einer grösseren Betrugsstruktur
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Geld und Schmuck konnten teilweise sichergestellt werden
Konkreter Vorfall in Malcantone
Datum: 3. November 2025
Zeit: Kurz vor 21:30 Uhr
Ort: Malcantone (TI)
Hier übergab ein älteres Opfer Bargeld und Schmuck an die Täterinnen – die Beute wurde direkt am selben Abend abtransportiert.
Wer ermittelt?
Die Ermittlungen werden durch:
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Staatsanwaltschaft Tessin
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Jugendgericht
Sie prüfen Zusammenhänge mit ähnlichen Fällen in der Schweiz und im Ausland.
Polizei warnt: So erkennst du die Schock-Masche
Keine medizinische Einrichtung wird telefonisch Geld für Notfälle verlangen
Immer Rücksprache mit echten Angehörigen halten
Bei Unsicherheit: Polizei über Notruf 117 kontaktieren
Keine Übergabe von Bargeld oder Schmuck an Unbekannte










