Nächtliche Razzien, koordinierte Zugriffe, Festnahmen in mehreren Ländern.
Die Ermittlungen ziehen sich über Jahre – jetzt folgt der Durchbruch.
Neun Personen stehen im Fokus eines internationalen Netzwerks rund um Geldautomatensprengungen in Europa.
Internationale Grossoperation gegen Tätergruppe
Am 14. April 2026 verhaftet die niederländische Polizei sechs Verdächtige, später folgt eine weitere Festnahme am 22. April.
Bereits im Dezember 2025 wurden zwei weitere mutmassliche Mitglieder derselben Gruppierung gefasst.
Damit steigen die Festnahmen im aktuellen Verfahren auf insgesamt neun Personen.
Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg
Die Operation ist ein Beispiel für eng verzahnte Ermittlungsarbeit in Europa.
Beteiligt sind unter anderem:
- Niederländische Polizei
- Deutsche Polizeibehörden
- Französische Gendarmerie
- Europäische Strafverfolgungsagentur Europol
- Schweizer Bundesbehörden (fedpol und Bundesanwaltschaft)
Ziel ist eine koordinierte Bekämpfung von Sprengstoffangriffen auf Geldautomaten.
Hintergrund: Ein europaweites Kriminalphänomen
Seit Jahren nehmen Geldautomatensprengungen in Europa zu – auch die Schweiz ist betroffen.
Besonders auffällig:
- Zunahme seit 2019
- Seit 2023 häufiger Einsatz von Sprengstoff
- Mutmasslich organisierte Tätergruppen aus den Niederlanden beteiligt
Laut Ermittlungen sollen diese Gruppen seit rund 15 Jahren in Europa aktiv sein.
Bezug zur Schweiz
Auch die Schweiz ist mehrfach betroffen gewesen. Genannt werden unter anderem:
- Mai 2024: Angriffe im Kanton Jura
- Juli 2025: Couvet (NE)
- Dezember 2025: Gland (VD)
Insgesamt werden rund zehn Anschläge in der Schweiz dem Netzwerk zugeschrieben.
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Ermittlungen: So lief die Operation
Die Festnahmen sind Teil einer koordinierten internationalen Taskforce.
Wichtige Elemente:
- Gemeinsame Ermittlungsgruppen (JIT)
- Koordination durch Eurojust
- Unterstützung durch Europol
- Durchsuchungen und Sicherstellung von Sprengstoffen, Fahrzeugen und Bargeld
Die Ermittler sprechen von einem wichtigen Schlag gegen organisierte Kriminalität.
Entwicklung in der Schweiz
Trotz der hohen Bedrohungslage zeigt sich ein Trend:
- 2025: 24 Angriffe auf Geldautomaten
- Rückgang im Vergleich zum Vorjahr
- Erfolgsquote der Täter sinkt auf rund 30 Prozent
Grund dafür seien verstärkte Schutzmassnahmen von Banken und Behörden.
Unschuldsvermutung gilt weiterhin
Wichtig:
Alle Beschuldigten gelten rechtlich als unschuldig, bis ein Gericht ein Urteil fällt.
Die Strafverfahren laufen weiterhin unter der Leitung der Schweizer Bundesanwaltschaft.
Ein Netzwerk unter Druck
Die Festnahmen zeigen, wie stark internationale Zusammenarbeit inzwischen gegen organisierte Kriminalität wirkt.
Doch ebenso klar ist:
Das Phänomen ist nicht verschwunden – es verlagert sich und passt sich an.







