Ein schockierendes Gewaltverbrechen erschüttert Albanien:
Im Berufungsgericht der Hauptstadt Tirana wird eine Richterin während einer laufenden Verhandlung erschossen. Zwei weitere Personen, Vater und Sohn, werden verletzt.
Drama im Gerichtssaal
Ein tragischer Zwischenfall hat am heutigen Nachmittag die albanische Hauptstadt Tirana in Aufruhr versetzt:
Richterin Astrit Kalaja wurde während einer Verhandlung im Berufungsgericht der allgemeinen Gerichtsbarkeit erschossen.
Nach Angaben der Polizei eröffnete ein 30-jähriger Mann, Elvis Shkëmbi, das Feuer, während der Richter ein Urteil in einem Eigentumsstreit zwischen zwei Parteien fällte. Dabei wurden auch zwei weitere Personen – Rakip (65) und Ervis Kurtaj (45), Vater und Sohn – angeschossen und verletzt. Beide befinden sich laut Krankenhausangaben ausser Lebensgefahr.
Laut Abcnews.al traf der Täter die Richterin mit mehreren Schüssen, bevor Sicherheitskräfte ihn überwältigen und festnehmen konnten.
Täter geständig
Der mutmassliche Schütze Elvis Shkëmbi wurde noch am Tatort verhaftet und zur Polizeidienststelle Tirana gebracht.
Er legte dort ein umfassendes Geständnis ab und erklärte, er habe aus Wut über ein verlorenes Verfahren gehandelt.
„Ich habe ihn erschossen, weil ich einen Prozess zu verlieren drohte. Meine Papiere waren korrekt“,
sagte Shkëmbi laut Polizeiangaben bei seiner Einvernahme.
Die Polizei beschlagnahmte die Tatwaffe, leitete Ermittlungen ein und sicherte Beweismaterial im Gerichtssaal.
Ermittlungen laufen
Die Behörden prüfen nun die Sicherheitsmassnahmen in albanischen Gerichtsgebäuden.
Der Vorfall löste landesweit Bestürzung und Diskussionen über die Sicherheit von Justizpersonal aus.
Innenminister Taulant Balla kündigte eine umfassende Untersuchung an und sprach den Angehörigen der getöteten Richterin sein Beileid aus.










