Der österreichische Schauspieler Johannes Krisch ist im Alter von 59 Jahren gestorben. Der vielseitige Künstler prägte jahrelang die Theaterlandschaft und war auch aus Film und Fernsehen bekannt, unter anderem durch Auftritte im «Tatort». Die Todesursache wurde zunächst nicht bekannt gegeben.
Österreich verliert einen bedeutenden Schauspieler
Johannes Krisch starb am Montagmorgen in einem Wiener Spital. Das Theater in der Josefstadt bestätigte den Tod des Schauspielers nach übereinstimmenden Medienberichten.
Laut GMX gehörte Krisch über viele Jahre zum Ensemble bedeutender österreichischer Bühnen, darunter das Theater in der Josefstadt und das Burgtheater. Neben seiner Theaterarbeit machte er sich auch mit zahlreichen Rollen in Film und Fernsehen einen Namen.
Zu seinen bekannten Filmauftritten zählen unter anderem das oscarnominierte Drama «Revanche» von Götz Spielmann aus dem Jahr 2008 sowie «Finsterworld» (2013), «Aus dem Nichts» (2017) mit Diane Kruger, «Märzengrund» (2022) und «Wald» (2023).
Auszeichnung für Rolle als Jack Unterweger
Einen besonderen Erfolg feierte Krisch mit seiner Darstellung des Serienmörders Jack Unterweger im Film «Jack». Für diese Rolle erhielt er 2016 den Österreichischen Filmpreis als bester Hauptdarsteller.
Auch im Fernsehen war der Wiener regelmässig präsent. Er spielte unter anderem in der Erfolgsserie «Braunschlag» mit und war viermal im «Tatort» zu sehen, zuletzt im Jahr 2018. Zudem übernahm er Rollen in Serien wie «Kommissar Rex» und verschiedenen «SOKO»-Produktionen.
Sein Weg zur Schauspielerei begann ungewöhnlich. Vor seiner künstlerischen Karriere absolvierte Krisch eine Ausbildung zum Tischler. Über die Arbeit an einem Bühnenbild kam er schliesslich mit der Schauspielerei in Kontakt.
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Gesundheitliche Probleme in den letzten Jahren
In den vergangenen Jahren hatte Johannes Krisch mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. 2012 stürzte er während einer Premiere in Berlin fast zwei Meter in die Tiefe und erlitt dabei eine Wirbelverletzung sowie einen Riss im Zwerchfell.
Im Jahr 2023 musste er wegen seiner gesundheitlichen Situation sowohl eine Hauptrolle in der Uraufführung von Peter Turrinis «Es muss geschieden sein» als auch die Intendanz der Raimundspiele Gutenstein abgeben.
In einem Interview mit der Zeitung «Die Presse» erklärte Krisch 2024, dass er sich seinen gesundheitlichen Herausforderungen stellen müsse, da der Körper für einen Schauspieler das wichtigste Instrument sei.
Kollegen würdigen Lebenswerk
Johannes Krisch hinterlässt fünf Kinder aus zwei Ehen. Zuletzt war er mit der Schauspielerin Larissa Fuchs verheiratet.
Herbert Föttinger, langjähriger Direktor des Theaters in der Josefstadt, würdigte Krisch als einen der bedeutendsten Schauspieler seiner Generation in Österreich. Er habe die besondere Fähigkeit gehabt, Figuren nicht nur darzustellen, sondern sie für das Publikum lebendig werden zu lassen.






