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Schafkrankheit geht stark zurück – Schweiz erzielt Durchbruch

by Peter Schnieder
Dienstag, 5. Mai 2026 um 13:45
in Kantone, Schweiz, Tiere
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Schafherde auf Schweizer Weide während Moderhinke-Kontrolle

Die Zahl der von Moderhinke betroffenen Schafbetriebe ist schweizweit deutlich gesunken.

Home » Tiere » Schafkrankheit geht stark zurück – Schweiz erzielt Durchbruch

Die Zahlen machen Hoffnung.

Noch vor einem Jahr galt Moderhinke für viele Schafhaltende als grosses Problem. Nun zeigt die schweizweite Bekämpfung der schmerzhaften Klauenkrankheit erstmals deutliche Wirkung.

Der Anteil betroffener Betriebe ist massiv gesunken.

Nur noch 9 Prozent der Betriebe betroffen

Zwischen dem 1. Oktober 2025 und dem 31. März 2026 wurden schweizweit insgesamt 12’224 Schafbetriebe kontrolliert.

Die Auswertung zeigt: Noch 9 Prozent der Betriebe sind von Moderhinke betroffen.

Zum Vergleich:

  • Erste Untersuchungsperiode 2024/2025: 22 Prozent betroffen
  • Zweite Untersuchungsperiode 2025/2026: 9 Prozent betroffen

Damit hat sich die Zahl positiver Betriebe innerhalb eines Jahres mehr als halbiert.

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) spricht von einem wichtigen Zwischenerfolg.

Was ist Moderhinke überhaupt?

Moderhinke ist eine schmerzhafte und hochansteckende Klauenkrankheit bei Schafen.

Die Krankheit führt häufig zu:

  • starken Entzündungen an den Klauen
  • Lahmheit
  • Schmerzen beim Gehen
  • Gewichtsverlust
  • eingeschränktem Tierwohl

Besonders problematisch: Die Krankheit kann sich innerhalb von Herden schnell verbreiten.

Seit Oktober 2024 wird Moderhinke deshalb schweizweit koordiniert bekämpft.

Drei zentrale Massnahmen gegen die Krankheit

Damit die Zahl betroffener Betriebe dauerhaft sinkt, setzen die Behörden auf ein klar strukturiertes Programm.

Die Bekämpfung basiert auf drei zentralen Säulen:

Fachgerechter Klauenschnitt

Erkrankte oder gefährdete Tiere müssen regelmässig und korrekt behandelt werden.

Sorgfältige Klauenbäder

Klauenbäder helfen dabei, Krankheitserreger zu reduzieren und Neuinfektionen zu verhindern.

Konsequente Biosicherheit

Dazu gehören unter anderem:

  • Kontrolle neuer Tiere
  • Hygiene auf den Betrieben
  • Vermeidung von Krankheitsübertragungen
  • saubere Stall- und Weidebedingungen

Die Behörden betonen, dass nur die konsequente Umsetzung aller Massnahmen langfristig Erfolg bringt.

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BLV sieht Schweiz auf Kurs

Laut dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen bestätigt die Entwicklung die bisherige Strategie.

BLV-Direktor Laurent Monnerat erklärt:

«Die Ergebnisse zeigen, dass der eingeschlagene Weg stimmt.»

Das Ziel bleibt ambitioniert:

Innerhalb von fünf Jahren soll der Anteil positiver Betriebe auf unter ein Prozent sinken.

Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg

Der Fortschritt sei laut Behörden nur dank der engen Zusammenarbeit zahlreicher Beteiligter möglich geworden.

Dazu gehören:

  • kantonale Veterinärdienste
  • Tierärztinnen und Tierärzte
  • Labore
  • Beratungs- und Gesundheitsdienst für Kleinwiederkäuer (BGK)
  • Moderhinkeberaterinnen und -berater
  • Schafhaltende in der ganzen Schweiz

Besonders hervorgehoben wird das Engagement der Tierhaltenden.

Viele Betriebe hätten grosse Anstrengungen unternommen, um ihre Herden zu sanieren und Neuinfektionen zu verhindern.

Dritte Untersuchungsperiode startet 2026

Die nächste Untersuchungsperiode beginnt am 1. Oktober 2026 und dauert bis zum 31. März 2027.

Die Behörden wollen den positiven Trend weiter verstärken.

Jeder zusätzlich sanierte Betrieb bringe die Schweiz einem dauerhaft gesunden Schafbestand näher.

Was das Programm erreichen soll

  • weniger infizierte Herden
  • besseres Tierwohl
  • weniger Schmerzen bei Schafen
  • nachhaltige Verbesserung der Tiergesundheit
  • langfristige Eindämmung der Krankheit

Warum die Entwicklung auch für Konsumentinnen und Konsumenten wichtig ist

Die Bekämpfung von Tierkrankheiten betrifft nicht nur Landwirtschaftsbetriebe.

Gesunde Tierbestände gelten als wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen Landwirtschaft und stärken das Vertrauen in die Schweizer Tierhaltung.

Zudem spielt das Tierwohl für viele Konsumentinnen und Konsumenten eine immer grössere Rolle.

Fazit

Die schweizweite Bekämpfung der Moderhinke zeigt erstmals deutliche Erfolge.

Dass der Anteil betroffener Schafbetriebe innert eines Jahres von 22 auf 9 Prozent gesunken ist, gilt als starkes Signal für die Wirksamkeit des Programms.

Entscheidend bleibt nun, dass die Massnahmen weiterhin konsequent umgesetzt werden.

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