Ein Tag voller Gegensätze: Während Raketen ganze Wohnhäuser zerstören, versucht die Ukraine verzweifelt, diplomatische Wege wiederzubeleben.
Die Lage spitzt sich dramatisch zu – und die Forderungen nach internationaler Unterstützung werden lauter.
Schwere Angriffe auf Ternopil – mindestens 20 Tote
In der westukrainischen Stadt Ternopil traf am Mittwoch eine russische Rakete ein mehrstöckiges Wohnhaus.
Die Bilanz ist verheerend: mindestens 20 Tote und 66 Verletzte, teilte der ukrainische Rettungsdienst mit.
Dichter Rauch stieg aus den oberen Stockwerken auf, Feuerwehren arbeiteten sich über lange Leitern zu eingestürzten Bereichen vor.
Solch tödliche Angriffe sind im Westen der Ukraine selten – Russlands Offensive konzentrierte sich bisher hauptsächlich auf den Osten.
Der Angriff ereignete sich, während Selenskyj in der Türkei eintraf, um diplomatische Gespräche wiederzubeleben, laut nytimes.com.
Massive Nachtangriffe: 470 Drohnen und 48 Raketen
Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, Russland habe in der Nacht eine der schwersten Angriffswellen seit Monaten gestartet:
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470 Kampfdrohnen
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48 Raketen
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Ziele: Energieanlagen, Transportwege, zivile Gebäude
Die ukrainische Luftabwehr war stark gefordert, konnte jedoch nicht alle Angriffe abfangen.
Ukraine unter Druck – Frontlinien verschieben sich
Auf dem Schlachtfeld wird die Situation zunehmend kritisch:
Pokrowsk (Donezk-Region)
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steht kurz vor der Einnahme durch russische Truppen
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gilt als strategisch wichtiger Verkehrsknotenpunkt
Saporischschja
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Russland macht in der südöstlichen Region „schnelle Geländegewinne“
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Gefahr weiterer Durchbrüche
Selenskyj sucht dringend nach diplomatischen Lösungen
Trotz der Eskalation versucht die Ukraine, die seit Monaten festgefahrenen Friedensgespräche wieder anzustossen.
Selenskyj plant Treffen mit:
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Recep Tayyip Erdoğan (Türkei)
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Steve Witkoff (Gesandter von US-Präsident Trump)
Gleichzeitig traf eine Delegation hochrangiger US-Militärs in Kiew ein, darunter Daniel Driscoll, um „Bemühungen zur Kriegsbeendigung zu erörtern“.
US und Ukraine koordinieren neue Vorschläge
Andrij Jermak, Selenskyjs Stabschef, betonte:
„Wir arbeiten gemeinsam daran, die russische Aggression zu beenden und einen gerechten, dauerhaften Frieden zu erreichen.“
Verhandlungen blockiert – Russland zeigt geringe Bewegung
Direkte ukrainisch-russische Gespräche fanden seit dem Sommer nicht mehr statt.
Die letzten relevanten Diskussionen liefen zwischen:
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Donald Trump
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Wladimir Putin
Russlands Sprecher Dmitri Peskow sagte jedoch zu neuen Vorschlägen:
„Es gibt nichts Neues ausser dem, was in Anchorage besprochen wurde.“
Damit verweist er auf ein Treffen der Staatschefs im August in Alaska.
Ukraine fordert mehr Unterstützung
Selenskyj machte deutlich, dass die jüngsten Angriffe zeigten, wie unzureichend der internationale Druck auf Russland sei.
Er fordert:
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mehr Flugabwehrsysteme
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erweiterte Kampfflugzeugkapazitäten
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verstärkte Drohnenproduktion
Zudem griff die Ukraine am Dienstag mit dem amerikanischen System ATACMS Ziele in Russland an – ein Zeichen, dass das Land mit präzisen Gegenangriffen reagiert.










