Nur wenige Stunden nach diplomatischen Gesprächen in Genf erschüttern Explosionen die ukrainische Hauptstadt Kiew.
Raketen, Hyperschallgeschosse und Drohnen treffen Wohnhäuser und Infrastruktur – Menschen sterben, die Stadt versinkt im Chaos.
Viele Ukrainer fragen sich: War die Hoffnung auf Fortschritt in Genf von Anfang an trügerisch?
Massiver Angriff auf Kiew – was bekannt ist
Mindestens sechs Tote, zahlreiche Verletzte
Am frühen Dienstagmorgen hat Russland einen grossflächigen Raketen- und Drohnenangriff auf Kiew gestartet.
Laut nytimes.com wurden mindestens sechs Menschen getötet und mindestens 13 verletzt, viele davon durch Trümmer und Brände in Wohngebäuden.
Luftalarm, Explosionen, Stromausfälle
Gegen 4 Uhr morgens heulten die Sirenen in der Hauptstadt.
Kurz darauf meldeten Anwohner laute Explosionen in mehreren Stadtteilen.
Es kam zu grossflächigen Stromausfällen, Bränden und Evakuationen.
Rettungskräfte versuchten noch am Vormittag, Feuer in einem Hochhaus zu löschen, das von Trümmern getroffen wurde.
Gleich mehrere Regionen unter Beschuss
Neben Kiew wurden auch
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Odessa,
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Dnipro,
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Charkiw,
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Tschernihiw
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und Tscherkassy
mit Raketen und Drohnen angegriffen.
Angriff kurz nach diplomatischen Gesprächen in Genf
Friedensrahmen ohne Durchbruch
Am Montagabend hatten ukrainische und US-Delegationen in Genf eine neue Gesprächsrunde abgeschlossen.
Der vorgeschlagene Rahmen liess mehrere Streitpunkte ungelöst, und Russland reagierte bisher nicht offiziell darauf.
Selenskyj warnte bereits vor dem Angriff
In einer Videobotschaft wenige Stunden zuvor sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj,
die Ukraine müsse „auf steigenden Druck vorbereitet“ sein.
Nach dem Angriff erklärte Selenskyj:
„Die Hauptziele waren der Energiesektor und alles, was das normale Leben aufrechterhält.“
Wie die Bevölkerung den Angriff erlebte
Panik im Berufsverkehr
Während des morgendlichen Pendelverkehrs kreisten mehrere russische Shahed-Drohnen über der Stadt.
Viele Menschen suchten Schutz in U-Bahnhöfen und Kellern.
Ein 22-jähriger Fahrer sagte gegenüber lokalen Medien:
„Es sieht nicht so aus, als ob sie sich auf irgendetwas einigen.“
Evakuierungen und Schäden
Mehrere Wohnhäuser brannten, Fenster gingen zu Bruch, Autos wurden zerstört.
Menschen wurden aus beschädigten Gebäuden evakuiert – ein Wohnhaus stand noch am späten Vormittag in Flammen.
Warum Russland gezielt Energieanlagen angreift
Ziel: Infrastruktur schwächen
Angriffe richten sich seit Monaten zunehmend gegen
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Umspannwerke,
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Heizkraftwerke,
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Treibstoffdepots
und alles, was den Alltag der Bevölkerung aufrechterhält.
Winter als strategische Waffe
Mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt wird jede Zerstörung an Energieanlagen zur existenziellen Bedrohung.
Reaktionen aus Kiew und dem Ausland
Selenskyj fordert mehr Unterstützung
Der Präsident rief die Verbündeten auf:
„Waffen und Luftverteidigung sind wichtig – genauso wichtig ist Sanktionsdruck.“
Internationale Beobachter besorgt
Viele Experten sehen den Angriff als Versuch, politischen Druck aufzubauen – unmittelbar nach internationalen Gesprächen.
Der Angriff auf Kiew zeigt einmal mehr, wie eng Diplomatie und militärische Eskalation derzeit ineinandergreifen.










