Ein russischer Mi-8-Hubschrauber ist für 42 Sekunden in den polnischen Luftraum eingedrungen. Polen liess daraufhin Kampfjets aufsteigen und versetzte seine Luftabwehr in erhöhte Bereitschaft.
Ein russischer Militärhubschrauber hat nach Angaben der polnischen Armee kurzzeitig den Luftraum des Nato-Mitglieds Polen verletzt. Der Mi-8 sei aus Richtung der russischen Exklave Kaliningrad gekommen und nördlich der Stadt Braniewo in den polnischen Luftraum eingedrungen.
Der Vorfall dauerte nach Angaben des polnischen Oberkommandos 42 Sekunden. Polen liess daraufhin Kampfjets aufsteigen und versetzte seine Luftabwehr in Bereitschaft. Laut Deutsche Presse-Agentur wertete die polnische Armee den Vorfall als möglichen Test der eigenen Luftverteidigung.
Polen spricht von Test der Luftabwehr
In einer Mitteilung erklärte das polnische Oberkommando, die Art des Vorfalls deute darauf hin, dass Russland erneut die Einsatzbereitschaft der polnischen Luftverteidigung testen könnte.
Der Vorfall ereignete sich nahe der Grenze zur russischen Exklave Kaliningrad. Polen und Kaliningrad teilen eine rund 232 Kilometer lange Grenze.
Sorge vor weiteren Provokationen
In Polen und den baltischen Staaten gibt es Befürchtungen, dass Russland angesichts des Krieges in der Ukraine weitere Zwischenfälle oder Provokationen im Umfeld von Nato-Gebiet auslösen könnte.
Zuletzt hatte es mehrfach Drohnenangriffe auf Ziele in der Westukraine unweit der polnischen Grenze gegeben. Auch ein Passagierzug auf der Strecke von Kiew nach Warschau wurde dort angegriffen.
Der Vorfall mit dem russischen Militärhubschrauber reiht sich damit in eine Reihe von Zwischenfällen ein, die in Polen und anderen Nato-Staaten aufmerksam beobachtet werden.






