Die russischen Luftangriffe auf die Ukraine nehmen weiter an Intensität zu. In der Nacht wurde die südostukrainische Stadt Saporischschja erneut Ziel massiver Attacken.
Mindestens ein Mensch kam ums Leben, mehrere weitere wurden verletzt. Bilder der Zerstörung zeigen brennende Wohngebäude und beschädigte zivile Infrastruktur.
Toter und mehrere Verletzte nach nächtlichem Angriff
Nach Angaben der örtlichen Behörden wurde bei den Angriffen mindestens ein Mann getötet und sieben weitere Personen verletzt.
Besonders betroffen war ein Wohngebiet der Stadt. Ein mehrstöckiger Wohnblock geriet in Brand, nachdem russische Drohnen die Gegend getroffen hatten.
Laut GMX.ch berichteten ukrainische Behörden zudem von Schäden an einer Universität sowie einem Einkaufszentrum. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig bestätigt werden.
Weitere Angriffe befürchtet
Während der Nacht und in den frühen Morgenstunden galt für die Bevölkerung erneut Luftalarm. Behörden warnten vor weiteren russischen Drohnen im Luftraum.
Einsatzkräfte waren stundenlang damit beschäftigt, Brände zu löschen und die Folgen der Angriffe zu beseitigen.
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Saporischschja bleibt strategisch wichtig
Die Stadt Saporischschja ist international vor allem wegen des nahegelegenen Atomkraftwerks bekannt.
Das Kernkraftwerk wurde bereits zu Beginn des Krieges von russischen Truppen besetzt und gilt mit sechs Reaktoren als das grösste Atomkraftwerk Europas. Nach bisherigen Informationen wurde die Anlage bei den jüngsten Angriffen nicht getroffen.
Angriffe werden zunehmend zerstörerischer
Die Ukraine verteidigt sich seit dem russischen Einmarsch im Februar 2022 gegen den Angriffskrieg.
Obwohl die ukrainische Luftabwehr regelmässig zahlreiche Drohnen abfängt, verursachen Raketen- und Drohnenangriffe weiterhin erhebliche Schäden.
Nach Angaben der Vereinten Nationen war der Mai mit 274 Todesopfern und fast 1’800 Verletzten der folgenschwerste Monat für die Zivilbevölkerung seit Beginn der Invasion.
Die wichtigsten Punkte im Überblick
- Mindestens ein Todesopfer in Saporischschja
- Sieben Verletzte gemeldet
- Wohnblock durch Angriff in Brand geraten
- Universität und Einkaufszentrum beschädigt
- Weitere Drohnenangriffe befürchtet
- Atomkraftwerk offenbar nicht betroffen






