Raumfahrt-Offensive wird zum teuren Fehlstart
Die grosse Vision vom Aufstieg ins All wird für den bundeseigenen Konzern zum Problem.
Statt Wachstum liefert die neue Strategie rote Zahlen – und die Raketen-Sparte sorgt für massive Verluste.
Strategiewechsel kostet Millionen
Die RUAG International hat sich neu auf das Raumfahrtgeschäft fokussiert – doch der Umbau zeigt drastische Folgen:
- Umsatzrückgang auf 412 Mio. Franken (Vorjahr: 495 Mio.)
- EBIT: –114,3 Mio. Franken (Vorjahr: +19,9 Mio.)
- Reinverlust: –119 Mio. Franken
Der Konzern spricht von „operativen Herausforderungen“ – vor allem im Raketenbereich.
Problemkind: Raketen-Sparte
Besonders die Division Launchers entwickelt sich zum Sorgenkind:
- Aufbau läuft langsamer als geplant
- Hohe Investitionen drücken auf die Bilanz
- Geschäft kam 2025 „nicht zum Fliegen“
Im Gegensatz dazu wächst die Satelliten-Sparte innerhalb von Beyond Gravity weiterhin profitabel.
Zahlen im Überblick
- Umsatz: 412 Mio. CHF
- EBIT: –114,3 Mio. CHF
- Verlust: –119 Mio. CHF
- Bereinigt: leichtes Wachstum (+1 % EBIT)
Ohne Sondereffekte wäre das Ergebnis deutlich weniger dramatisch ausgefallen.
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Umbau fast abgeschlossen
Der Konzern hat sich konsequent neu ausgerichtet:
- Verkauf nicht raumfahrtbezogener Geschäftsbereiche
- Fokus auf Space-Technologie
- Transformation „weitgehend abgeschlossen“
Doch genau diese Neuausrichtung ist aktuell der Hauptgrund für die Verluste.
Neue Führung soll Wende bringen
Bei RUAG International stehen wichtige personelle Veränderungen an:
- Barbara Frei-Spreiter wird neue CEO (ab April 2026)
- Nachfolge von André Wall
- Drei neue Verwaltungsratsmitglieder nominiert
Ziel: Stabilisierung und Rückkehr in die Gewinnzone.
Ausblick: Hoffnung auf 2027
2026 gilt offiziell als Übergangsjahr.
Im Fokus stehen:
- Risikoreduktion
- Industrialisierung
- Digitale Transformation
Erst ab 2027 erwartet der Konzern wieder eine nachhaltige Verbesserung der Ertragslage.
Hoch hinaus – aber mit Risiko
Die Raumfahrtstrategie von RUAG ist ambitioniert – aber teuer.
Der Fehlstart im Raketenbereich zeigt: Der Weg ins All ist wirtschaftlich riskanter als gedacht.







