Als ein alter Freund zum politischen Feind wurde
Rod Stewart und Donald Trump: Früher Nachbarn, heute Gegner.
Jahrelang verband die beiden Promis in Florida eine Art Freundschaft – Stewart war sogar Gast auf Trumps Weihnachtspartys. Doch nun ist endgültig Schluss: In einem Video auf Instagram rechnet der britische Sänger öffentlich mit US-Präsidenten ab – emotional, deutlich und ungewohnt politisch.
Der Auslöser: Trumps Aussagen über NATO-Truppen in Afghanistan.
Trumps NATO-Kritik bringt Stewart in Rage
In einem Interview mit „Fox News“ in Davos hatte Trump behauptet, europäische Truppen – darunter auch die britischen – hätten sich in Afghanistan von der Front ferngehalten:
„Sie blieben ein wenig zurück, ein wenig abseits der Frontlinien“, sagte Trump wörtlich.
Für Stewart ist das ein Affront. 457 britische Soldaten kamen in Afghanistan ums Leben – die zweithöchste Zahl nach den USA.
„Das ist unerträglich“, sagt der 81-Jährige. In formeller Kleidung steht Stewart vor der Kamera und richtet seine Worte an Trump – aber auch an die britische Politik und Öffentlichkeit.
„Ich wurde kurz nach dem Krieg geboren. Ich habe grossen Respekt vor unseren Streitkräften, die für unsere Freiheit gestorben sind“, erklärt er in dem Video.
„Trump nennt sie fast Feiglinge. Das tut mir furchtbar weh.“
Dabei erinnert der Sänger auch an Trumps eigene Vergangenheit: Dieser hatte sich in den 1960er-Jahren dem Wehrdienst entzogen.
„Ich bitte Premierminister Starmer und Farage: Zwingen Sie Trump zu einer Entschuldigung“, fordert Stewart und salutiert abschliessend vor der Kamera.
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Politisches Beben auch in London
Die Reaktionen in Grossbritannien liessen nicht lange auf sich warten:
Premierminister Keir Starmer nannte Trumps Bemerkungen „beleidigend und offen gesagt entsetzlich“. Selbst Nigel Farage, sonst Trump-nah, widersprach dem früheren US-Präsidenten: „Donald Trump liegt falsch.“
Auch Prinz Harry, der selbst zwei Einsätze in Afghanistan absolvierte, meldete sich indirekt zu Wort:
„Diese Opfer verdienen es, wahrheitsgemäss und mit Respekt behandelt zu werden.“
Abschied von einer alten Freundschaft
Dass gerade Rod Stewart so deutlich wird, überrascht viele. Der Musiker gilt politisch als eher konservativ – in der Vergangenheit zeigte er sich zwar britisch-patriotisch, aber selten parteiisch.
„Ich kannte ihn sehr gut. Ich ging früher zu ihm nach Hause“, sagte Stewart 2025 gegenüber der Times. „Aber seit er Präsident wurde, ist er ein anderer Mensch geworden.“
Wenn Prominente nicht mehr schweigen
Stewarts Video markiert eine seltene, klare Positionierung in Zeiten politischer Polarisierung. Ein alter Freund, der heute öffentlich den Bruch erklärt – weil es um Respekt gegenüber Gefallenen geht.
Und vielleicht auch um persönliche Enttäuschung.










