Die Spieleplattform Roblox führt neue Alterskontrollen ein
Kinder können künftig nicht mehr ungeprüft mit erwachsenen Fremden chatten – weltweit gilt ein deutlich strengerer Schutz.
Die Onlineplattform Roblox verschärft ihre Sicherheitsregeln zum Schutz jüngerer Nutzer. Künftig sollen Kinder auf der Spieleplattform nicht mehr mit fremden Erwachsenen chatten können. Grundlage dafür ist ein neues System mit obligatorischen Altersprüfungen für alle Konten, die Chatfunktionen nutzen wollen.
Der Start erfolgt gestaffelt:
Ab Dezember werden die neuen Regeln zunächst in Australien, Neuseeland und den Niederlanden eingeführt, ab Januar sollen sie schrittweise weltweit gelten. Wer auf Roblox chatten will, muss dann sein Alter nachweisen – unter anderem mittels biometrischer Altersüberprüfung über die Kamera kombiniert mit Ausweisangaben.
Roblox steht seit Längerem in der Kritik, weil Kinder auf der Plattform mit ungeeigneten Inhalten und erwachsenen Fremden in Kontakt kommen können. Mehrere US-Bundesstaaten haben Klagen wegen unzureichender Kindersicherheit eingereicht. Auch Kinderschutzorganisationen warnen vor hohen Risiken und fordern, dass Roblox die neuen Sicherheitsmassnahmen konsequent umsetzt.
Die Dimension ist enorm:
2024 verzeichnete Roblox über 80 Millionen tägliche Spieler, rund 40 Prozent davon waren jünger als 13 Jahre. Gerade für diese Gruppe sind Chat- und Sprachfunktionen besonders sensibel. Mit den neuen Regeln will Roblox nach eigenen Angaben eine „altersgerechte Erfahrung“ schaffen und sich an strengere Gesetze wie den britischen Online Safety Act anpassen.
Regulierungsbehörden begrüssen die strengeren Alterschecks, mahnen aber, dass dies nur ein erster Schritt sei. Plattformen müssten beweisen, dass neue Systeme Kinder im Alltag wirklich schützen – nicht nur auf dem Papier.










