Davos steht in dieser Woche erneut im Zentrum der Weltpolitik. Beim Weltwirtschaftsforum (WEF) treffen sich rund 3.000 Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft – und selten zuvor war die Aufmerksamkeit so gross wie in diesem Jahr.
Der Grund ist vor allem ein Mann: US-Präsident Donald Trump. Mit seiner angekündigten Rede und einer hochrangigen Delegation sorgt er schon vor Beginn des Treffens für politische Spannungen und intensive Diskussionen.
Zölle, Grönland und geopolitischer Sprengstoff
Kurz vor dem WEF kündigte Trump neue Strafzölle gegen mehrere europäische Länder an, darunter Deutschland, Dänemark, Frankreich und Grossbritannien. Die Zölle sollen ab Februar zunächst zehn Prozent betragen und bis 2026 auf 25 Prozent steigen – solange, bis eine Einigung über den vollständigen Kauf Grönlands erzielt sei. Diese Ankündigung sorgt auch in Davos für erheblichen Gesprächsbedarf, laut gmx.ch.
Hinter den Kulissen gilt Davos als idealer Ort für bilaterale Gespräche. Abgeschirmte Hotels, kurze Wege und strenge Sicherheitszonen schaffen Raum für diplomatische Annäherungen – oder neue Konflikte.
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Trump als Anti-Davos-Figur und Publikumsmagnet
Trump gilt nicht als klassischer Vertreter der sogenannten „Davos-Elite“. Während das WEF für Globalisierung, multilaterale Zusammenarbeit und offene Märkte steht, setzt der US-Präsident auf nationale Interessen und wirtschaftlichen Druck. Dennoch zieht er Staats- und Regierungschefs magisch an.
Beobachter erwarten zahlreiche Treffen am Rande des Forums – möglicherweise auch Gespräche zur Ukraine oder zur Zukunft der transatlantischen Beziehungen.
Neuer Auftrieb für ein angeschlagenes Forum
Nach Pandemie, Ukraine-Krieg und internen Kontroversen schien das WEF zuletzt an Bedeutung zu verlieren. Doch Trumps Teilnahme verleiht dem Treffen neue Relevanz. Sechs der sieben G7-Staaten sind mit ihren Spitzenvertretern vertreten – ein starkes Signal für die internationale Bedeutung des Forums.
Ob Trump zum Retter des WEF wird oder neue Bruchlinien vertieft, bleibt offen. Sicher ist jedoch: Davos steht vor einer der politisch spannendsten Wochen seit Jahren.










